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eBay versteigert ein Stück Rodel-Geschichte

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Silke Kraushaar, eine der erfolgreichsten Rennrodlerinnen hängt Ihr Sportgerät nur virtuell an den Nagel. In Wirklichkeit versteigert Sie Ihren Schlitten für einen guten Zweck. Das entspricht Ihrem Charakter. Ich habe Sie persönlich kennen und schätzen gelernt und wünsche Ihr viel Glück außerhalb des Eiskanals. Gerne werbe ich hier für die Versteigerung, die noch bis zum 25.1.08 läuft:

Dieser Rennrdodelschlitten hat Olympiasiegerin Silke Kraushaar-Pielach tausendfach den Eiskanal hinunter getragen, sicher und vor allem schnell. Von Saison zu Saison, von Sieg zu Sieg. Der Kufenblitz war bis 1995 Silkes treuester Begleiter auf den Eisbahnen dieser Welt – “ein echtes Lieblingsstück”, wie sie selbst sagt. Zum letzten Highlight ihrer langen Karriere, den Weltmeisterschaften vom 21. bis 27. Januar in Oberhof 2008, kommt der kultverdächtige Rennschlitten jetzt zugunsten des Rodel-Nachwuchses unter den Hammer. Bieten Sie mit und treffen Sie Silke Kraushaar-Pielach zur persönlichen Übergabe im Rahmen ihrer exklusiven “DANKE”-Party am 26. Januar 2008 in Oberhof.

Hier geht es zur Versteigerung!

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Von Lebenswelten und Trends

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Hier mein Bericht vom 15. VOK DAMS trend.lab am 6. Juli 2007 in München. Allem voran: Das Hotel Sofitel Bayerpost München ist eine First-Class-Location für solche Veranstaltungen. Die Organisation, der Set und das Essen waren hervorragend. Kompliment an das VOK DAMS-Team!
Das Thema und die Ankündigung klangen vielversprechend:

„Lebenswelten, Events gehen in die 4. Dimension. Künstlich geschaffene Welten sind Trend.“

Wie man erfolgreich diese Lebenswelten für ein Unternehmen, die Marke, die Produkte oder Themen nutzt, sollten Experten in vier Stunden verraten. In Wirklichkeit haben die Referenten das Podium genutzt, um Ihre Produkte zu präsentieren. Kann ich nachvollziehen und akzeptieren (hätte ich genauso gemacht). Wie viele von den jeweiligen Präsentationen zum „Mitnehmen“ waren, kann nur jeder für sich entscheiden. Für mich waren es folgende Aspekte:

Die Leute von GALA machen Events, die nicht für Ihre Gäste sind, sondern für die, die nicht dabei sein dürfen, aber gerne dabei sein würden!

D.h.: Entgegen dem „Immer-mehr-Trend“ wird Begehrlichkeit durch immer weniger Gäste geschaffen. Künstliche Verknappung war schon immer ein taugliches Rezept für gute Geschäfte. (mehr …)

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Makabre aber effektive Benchmarks

Zeitmanagement bedeutet ja in Wirklichkeit “Selbstmanagement”. Um sich selbst zu managen, braucht man Ziele und Prioritäten. In Bezug auf die Zielbestimmung bin ich auf eine Methode gestoßen, die ebenso makaber wie effektiv ist: “Schreibe die Rede, die Du an Deinem eigenen Grab hören willst!”

Stellen Sie sich vor, Sie sind 10 Jahre in der Zukunft und gehen zu einer Beerdigung. Freunde und Bekannte sind anwesend. Sie stellen fest, dass Sie selbst im Sarg sind. Nun ist die Frage, was genau möchten Sie in Ihrer Grabrede hören? Um was soll es in Ihrem Leben wirklich gehen? Schreiben Sie dies auf ein Blatt Papier, und finden Sie Ihre Prinzipien und Wertvorstellungen. (Quelle Wikipedia)

Dieser Tipp kommt von S. T. Covey aus seinem Buch “Die 7 Wege zur Effektivität. Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg“.
Neben der Zielbestimmung ist das Prioritäten setzen eine wesentliche Übung beim Selbst- alias Zeitmanagement. Prioritäten werden gerne nach A-B-C Analysen, Pareto- oder Salami-Taktik sortiert. Auch bei der Frage nach dem effizientesten und effektivsten Einsatz von knappen Mitteln bzw. Ressourcen bin ich auf ein eindringliches Beispiel gestoßen:

Die Triage (französisch vom Verb “trier” = sortieren, deutsch auch Sichtung, Einteilung) ist ein aus der Militärmedizin herrührender Begriff für die – ethisch schwierige – Aufgabe, bei einem Massenanfall von Verletzten/Kranken darüber zu entscheiden, wie die knappen Mittel (personelle und materielle Ressourcen) auf sie aufzuteilen seien. (Quelle ebenda)

Für den Notfall-Mediziner kann Triage im schlimmsten Fall bedeuten am Unfallort über Leben und Tod zu entscheiden.

Auf der einen Seite zeigen uns die beiden Beispiele, Triage und Grabrede, wie winzig doch unsere alltäglichen Probleme sind. “Keep cool” wenn wir bei der alltäglichen Projekt- und Kapazitätsplanung ins Schwitzen kommen oder das Selbst- alias Zeitmanagement mal wieder zur Steigerung des Adrenalinspiegels sorgt. Auf der anderen Seite können wir daraus eine Menge lernen.

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Wahrnehmen heißt empfinden …

… vergleichen heißt urteilen. Mit diesem Sprichwort von Jean-Jacques Rousseau leite ich meinen Beitrag ein, in dem ich das Thema Wahrnehmung auf die Niederungen der Werbung zurückholen möchte. Die Aufgabe des Werbers heißt: “Wie wird die Werbebotschaft vom Betrachter wahrgenommen und wie schafft sie es danach von der Wahrnehmung zum Aufbau bzw. zur Veränderung von Einstellungen beim potenziellen Kunden?” Zur Definition: “Wahrnehmung ist die Verarbeitung eines Reizes durch den Empfänger”. Wir alle wissen wie klein heute die Chance für und zur Wahrnehmung ist. Aufmerksamkeit ist durch die Medienvielfalt ein hohes und teures Gut geworden. Aufmerksamkeit bedeutet Reiz-Auswahl. Die Frage, die es für uns Werber zu beantworten gilt lautet: “Welche Reize setze ich, damit das Angebot von den richtigen Menschen ausgewählt wird?” – hört sich banal an, wird aber ziemlich komplex je mehr ich versuche den Menschen, seine Bedürfnisse, sein Verhalten und seine Motive zu begreifen. Die Statistik hilft uns leider auch nicht mehr weiter, seit der Prognose-Gau vor der letzten Bundestagswahl ziemlich viel Vertrauen verspielt hat. Also müssen wir wieder selbst ran. Kunden, d.h. Menschen selbst kennen und verstehen lernen. Menschenkenntnis wird zum Wettbewerbsvorteil, unternehmerischer Instinkt zum Erfolgsfaktor und Werbung zum Außendienst. Wir müssen rauß aus unserem Mafo- und Planning-Elfenbeinturm und den Menschen “wieder aufs Maul schauen“. Mehr Praxis statt Theorie. Mehr Authentizität statt Show. Mehr Bildzeitung lesen statt Bloggen. Vergleichen, abwägen, empfinden und urteilen. Wahrnehmen heißt empfinden! Werbung ist halt keine akademische Wissenschaft, sondern ein praktisches Kunsthandwerk.

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