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plakat

Plakatwerbung digital

wallAG

Der Berliner U-Bahnhof Friedrichtstraße wird zum ersten U-Bahnhof Deutschlands mit ausschließlich digitalen Out-of-Home Medien.
Am 5. Juli 2010 startet die Wall AG die digitale Premiere: Der Berliner U-Bahnhof wird komplett und ausschließlich mit digitalen Werbeflächen ausgestattet sein.

… und ich dachte, das gibt es schon längst! Dann könnte man doch auch gleich interaktiv werden.

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Die Druckabnahme (&#133 aus dem Produktionerlatein)

Bei anspruchsvollen Druckaufträgen ist eine sog. Druckabnahme an der Druckmaschine die Konsequenz für gute Darstellungsqualität. Wir durften eine Druckabnahme für einen Kunden durchführen: Fünf verschiedene Motive, Format 18/1 Großflächenplakate.
Folgende Unterlagen waren zum Andruck vorhanden:
– 4-c Druckdaten nach Profil der Druckmaschine und Bedruckstoff
– 4-c Ausdruck, verkleinert mit verbindlichem Text- und Bildstand
– verbindlicher Farbproof der Bilder (Proof mit Ugra/Fogra-Medienkeil)

Das gedruckte Husqvarna 18/1-Großflächenplakat bestand aus vier Teilen, je 178 x 126 cm. (Übrigens: Der Name 18/1 Plakat kommt aus der Zeit, als die Plakate aus 18-teiligen DIN A 1 Plakaten bestanden. Heute verfügen die Spezialdruckereien über Maschinen, die großformatigere Bogen drucken und verarbeiten können).

Ziel der Qualitätssicherung war eine richtige und gleich bleibende Farbwiedergabe aller je vier Bogenteile der fünf Motive. Neben der Druckfarbe und der Farbigkeit des Papiers waren die wichtigsten Einflussgrößen die Farbreihenfolge, die Farb-Passerbalance, die Farbschichtdicke sowie die gleichmäßige Farbannahme.

HQ_Rider

Jeder Druckbogen wurde direkt an der Maschine beim Druck der ersten Bögen nochmals auf Vollständigkeit aller Elemente geprüft um sicherzugehen, dass keine Elemente auf dem Druckobjekt fehlen. Alle Druckmotive waren vollständig.

Für eine optimale Farb-Abstufung musste auf dem Druckbogen die Farbreihenfolge beachtet werden. Sie sagte aus, wie gut die Farbe auf einer bereits vorgedruckten Farbe angenommen wird. Für Abbildungen mit großen Grau- oder Silberanteilen (z.B. Sägeblatt Motiv Motorsäge) empfahl sich die Farbabfolge Cyan vor Magenta, bei der Reihenfolge Magenta vor Cyan hätte sich die Grauachse in einen rötlichen Bereich verschieben können. Die Farbreihenfolgen wurden an das jeweilige Motiv individuell angepasst.

Die vor Druckbeginn freigegebenen Proofs waren die Referenzen zur Beurteilung der abzustimmenden Druckbögen. In der Regel sind die Bilder auf den Proofs auf glänzendes beschichtetes Spezialpapier hergestellt und wirken optisch anders als mit Druckfarben auf dem Druckbogen aus wasserfestem Affichenpapier. Entspr. Erfahrung bei der Beuteilung der Farbwiedergabe Proof – Plakatpapier war hierbei hilfreich.

Jeder der Druckbogen wurde durch vier Farbwerke in entspr. Reihenfolge gedruckt. Die Farbtöne wurden durch Überlagerung der Vierfarb-Rasterpunkte wahrgenommen Dabei war entscheidend, das jede Farbe nacheinander passergenau zur anderen Farbe aufgedruckt wurde, damit es nicht zu optisch sichtbaren Farbverschiebungen kam.

Ebenfalls wichtig war die Stärke der aufzudruckenden Farbe für die optische Wahrnehmung. Eine dicke Farbschicht absorbiert mehr Lichtanteile und reflektiert weniger als eine dünne; der Betrachter würde daher einen dunkleren und gesättigteren / kräftigeren Farbton sehen, obwohl die Druckdaten nicht verändert wären. Hierbei wurde neben der technischen Messung eine individuelle optische Beurteilung jedes einzelnen Motivs vorgenommen. Bei dieser Beurteilung wurden einige Farbflächen (z. B. orange Frontplatte Motiv Rasenmäher, orange Spiegelung Motiv Motorsäge, schwarzer Sitz Motiv Rider) durch manuelle Steuerung der Farbzugabe geringfügig abgeschwächt oder hervorgehoben um eine ausgeglichene Farbwiedergabe über das gesamte Motiv zu erzielen.

Bei den großformatigen Husqvarna Motiven, die auch über mehrere nebenstehenden Druckbogen überliefen, musste besonders auf die gleiche Farbwiedergabe des Motivs auf dem Anschlussbogen geachtet werden. Da die nasse Farbe bei jedem Druck von dem Druckzylinder „mitgenommen“ wurde, war eine leichte Schwankung des Farbauftrags ab dem „Mitnahmepunkt“ gegeben. Dadurch hätte man keine überlaufend gleiche Farbwiedergabe erzielen können. Dem entgegen zu wirken empfahl sich, die jeweiligen Druckbogen „von innen heraus“ zu drucken, d.h. die oberen Bogen standen auf dem Kopf. Somit konnte der Anschluss auf den unten stehenden Bogen farbstabil gehalten werden.

HQ_Maeher

Zur weiteren Qualitätserfassung wurden standardisierte Farbmessstreifen mitgedruckt. Anhand dieser ließ sich durch entspr. Messungen während des Andrucks die Farbdichten und Punktzuwächse der 4 Farben über die komplette Bogenbreite bestimmen. Diese wurden nach Ansicht geringfügig an der Maschine korrigiert.

Nach erfolgreichem Andruck wurde jeweils der 1. Druckbogen durch Unterschrift als verbindliches Muster für die gesamte Auflage bestimmt. Erst ab diesem Freigabe-Andruck wurden die nachfolgenden Druckbogen für die Auflage verwendet, die zuvor gedruckten Exemplare wurden entsorgt.

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Zähne zeigen reicht nicht

zahnezeigen.jpg

Kaum eine Straßenlaterne in Würzburg, an der in diesen Tagen und Wochen nicht mindestens ein Wahlplakat hängt! Ohne Rücksicht auf den Boom der elektronischen Medien setzen die Würzburger Parteien auf ein altes Werbemittel: Das Wahlplakat.
Allen Plakatierern fehlt es an Profil und Alleinstellung. Das Motiv: “Lächeln vor einer Würzburger Sehenswürdigkeit” ist allgegenwärtig. Die Inhalte und Aussagen sind stark reduziert. Wobei ich fast geneigt bin zu vermuten, dass wir Wähler uns im Wahlkampf gerne hinters Licht der Straßenlaternen führen lassen. Keep smiling!

Meinen ganzen Artikel “Gute Schilder, schlechte Schilder” aus dem Volksblatt v. 13.02.2008 finden Sie hier.

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Werbeverbote en gros und en détail

1. Geplantes Werbeverbot im staatlichen Fernsehen in Frankreich:
Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy will Werbung im staatlichen Fernsehen künftig verbieten und fehlende Einnahmen unter anderem durch eine Steuer auf Mobiltelefone und Internetverbindungen ausgleichen. “Das staatliche Fernsehen muss Qualität und Zugang zur Kultur bieten und darf nicht nur nach kommerziellen Kriterien gestaltet werden”, sagte Sarkozy am 08.01.2008 in Paris. (www.heise.de)

2. Werbeverbot für Alkohol und Autos in Vorbereitung:
Nach dem Tabakwerbeverbot wird nun die argumentative Linie für weitere Werbeverbote in der Alkoholindustrie vorbereitet. Sabine Bätzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, hat einen Warnschuss an Brauer und Co abgegeben. … Rund 60 Prozent bezweifeln die Wirksamkeit von Beschränkungen. Dennoch dürfte die Salami-Politik der Verbote weitergehen: Demnächst wird dann wohl die Kommunikation der Autoindustrie weiter ausgebremst. Quelle: www.off-the-record.de (hier gibt es auch eine Umfrage zu dem Thema)

3. Wilde Wahlkampf-Plakatierer verbieten Plakatierung:

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In Würzburg tobt der Kampf um die Kommunalwahl. An jeder Ecke hängt ein Plakat mit mehr oder weniger vollen Gesichtern und leeren Aussagen. Viele Köpfe, die zurzeit in der Gegend herum hängen, haben vor Jahren ein Plakatierungsverbot für Veranstaltungen (Zirkus, Theater, Konzerte etc.) im Stadtrat beschlossen. Diese verlogene Widersprüchlichkeit bekommt mit dem aktuellen Wahlkampf viele Gesichter.

Für eine wachsende Zahl von Politikern ist die Werbung offensichtlich Gift und Medizin zugleich! Einerseits schützen sie durch Werbeverbote den Bürger, “den vermeintlichen Konsumtrottel“, vor sich selbst. Andererseits nutzen sie die Werbung für ihren eigenen Wahlkampf.

Schade, dass unser Berufsstand keine Lobby hat und kaum etwas gegen diese Willkür der Obrigkeit ausrichten kann.

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Web §.0 – Alles was Recht ist

Wir haben heute auf buenalog einen Spamschutz eingebaut. Jetzt lese ich von einem Urteil des Landgerichts Hamburg, nach dem der Blogbetreiber für die Inhalte seiner Kommentare haften soll. Auch wenn ein Blogbetreiber die strittigen Kommentare unmittelbar bei Erkennen löscht, haftet er. In dem bestimmten Fall hat das vom Posting nachts um 3.37 Uhr bis morgens 11.06 Uhr gedauert. In der Urteilsbegründung der Richter fallen Aspekte wie: Prüfpflichten verletzt, Brisanz des Ursprungsartikels, ehrverletzende Äußerungen, plakative Vorwürfe und Verleumdung. Damit gibt es wieder ein Stück mehr Rechtsunsicherheit in der Kommunikation auf Blogs und Foren im Web §.0. Na, hoffentlich entscheiden in Zukunft nicht die Juristen, was ein guter und ein schlechter Kommentar ist. Brauchen wir in Zukunft neben dem Spamschutz auch einen Rechtsschutz?

Hier geht es zum entsprechenden Fall: www.stefan-niggemeier.de

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