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Schwarze Kunst

Heute erhielt ich den Newsletter der Firma Max Sames, der mich zu folgenden Beitrag bewogen hat.

Die Digitalisierung hat mittlerweile in alle Lebensbereiche Einzug gehalten. Dadurch ist unser Leben praktischer und angenehmer geworden, aber auch schneller, hektischer und unpersönlicher. Vielleicht ist das der Grund für die Renaissance der sogenannten „Schwarzen Kunst“ und dem handwerklichen Können. Denn trotz, – oder gerade wegen der Digitalisierung, schätzen immer mehr Menschen hochwertige Druckerzeugnisse auf feinen Papieren, aber immer weniger beherrschen die Kunst und die einzigartigen handwerklichen Fertigkeiten, welche notwendig sind, um hochwertige und nachhaltige Druckerzeugnisse herzustellen.
Nicht bunt bedrucktes Standardpapier in den gängigen Formaten und unauffälligen Verarbeitungen, sondern das individuell passend zur jeweiligen Gestaltung ausgewählte Material in Format und Veredelung geben der Werbebotschaft den einzigartigen Kommunikations-Mehrwert, zu dem das Medium Papier im Stande ist. Man kann Ideen unterstützen, außergewöhnlich gestalten, für alle Sinne kreieren, – man muss es nur wissen und umsetzen.
Geben Sie den Menschen, die Sie mit Ihren Druckwerken ansprechen wollen, das Gefühl etwas Besonderes, und dem, was Sie mitteilen wollen, den Eindruck etwas Wertvolles zu sein. Kommunizieren Sie mit Hilfe von Printprodukten, die so individuell hergestellt werden, wie die Werbebotschaften selbst.

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Employer Branding

… oder auf gut Deutsch die „Arbeitgebermarke” wird für Unternehmen in Wachstumsbranchen zum Erfolgstreiber. Das Wachstumspotenzial in einigen Branchen kann nicht ausgeschöpft werden, weil es an qualifiziertem Personal fehlt. Der 1998 von McKinsey erstmals prognostizierte „War for Talents” ist in vollem Gange. Doch nicht nur High-Potentials sind heiß begehrt, Fach- und Servicekräfte in allen Bereichen sind schwer zu rekrutieren. Während die Politik über Mindestlohn, Hartz IV, Arbeitslosigkeit und Pisa streitet, brennt in den Personalabteilungen vieler Firmen der Kittel. Wie immer, wenn das Angebot größer als die Nachfrage wird, ist das Marketing gefordert. Plötzlich wird „Markenführung” ein Thema in der Human-Resource – Abteilung der Konzerne. Recruiting, Stellenanzeigen und Jobbörsen gehörten schon immer zum Handwerk des Personalers. Jetzt kommt die Führung der Arbeitgebermarke dazu. An der Stelle müssen Marketing und HR ganz eng zusammen arbeiten. Im besten Fall sollte es nur einen winzigen Unterschied zwischen Unternehmens- und Arbeitgebermarke geben. Der feine aber entscheidende Unterschied liegt meiner Meinung nach in der Motivlage des „Kunden”. Die Kommunikation in Richtung Bewerber muss zwingend ehrlich, fair und verbindlich sein. Mit dem Involvement des Bewerbers steigt die Anforderung an die Kommunikation hinsichtlich Transparenz und Fairness. Im Rahmen des Employer Brandings werden m. E. Web 2.0 Bausteine an Bedeutung gewinnen: Blogs, Foren und Community. UND wir Agenturen müssen uns auf die Besonderheiten HR einstellen, um wirkungsvoll kreativ zu kommunizieren. Ganz so neu, wie einige selbsternannte Protagonisten meinen, ist das Thema nun auch nicht. Personalmarketing war schon immer ein starkes Stück Imagewerbung. Heute gilt allerdings die Formel: Was die Arbeitgebermarke nicht anzieht, muss mit hohem Einstiegsgehalt geschoben werden.

Hier ein interessanter Link zum Thema Employer Branding: Deutsche Employer Branding Akademie

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Eins rechts, eins links, zwei fallen lassen

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“Unsere rechte Gehirnhälfte ist zuständig für das Rationale und Analytische, unsere linke Hälfte für das Intuitive und Kreative”, diese Annahme bestimmte bislang unsere Vorstellung über die Funktion und die Physiologie des Gehirns. Hier kann man heute noch testen auf welcher Seite man stärker ist. Das Mindmapping basiert auf dem so genannten Hemnisphären-Modell.

In der Pädagogik wird dieses Konzept, zum Beispiel zur Schulung von Kindern mit Lernschwierigkeiten, erfolgreich angewandt (Brain Gym).

Mit PS, Hubraum und Preis zielte die Auto-Werbung nach rechts und mit Lack, Chrom und Design nach links. So verbreitet das Hemnisphären-Modell war und ist, so falsch soll es laut moderner Neuro-Forschung sein.

Emotionen und etwas Kognitives wie das Gedächtnis sind anatomisch komplett verzahnt und deshalb nicht sinnvoll voneinander trennbar. Quelle: absatwirtschaft 11/07. S. 31

Weiter heißt es in dem Bericht, dass es mehr als zwei Zugänge zum Gehirn geben soll. Statt der, wie bisher angenommen, sprachlich-rationalen und bildlich-emotionalen Zugänge sind es vier Wege, die Informationen, Eindrücke und Wahrnehmungen in den Kopf lassen. Die vier Zugänge sind:
– die Sinne,
– die Symbole,
– die Geschichten und
– die Sprache.
Das sind doch alles Begriffe, die in unserer Handwerkskiste liegen! Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Autobahn durch den Kopf übers Herz in den Geldbeutel des Kunden ist vierspurig. Freie Fahrt für die Werbung? No way! Allein welche Baustellen uns das Gedächtnis in den Weg stellt, beschreibt der heutige Bericht in Spiegel-Online mit dem Titel: “Trau`bloß nicht deinem Kopf!”

Im Laufe der vergangenen 150 Jahre hat die psychologische Forschung den Menschen in nahezu jeder Hinsicht als täusch-, manipulier- und fehlbar entlarvt – aber in keinem Bereich erscheint den Menschen dies so abwegig wie beim Inhalt des eigenen Gedächtnisses.

Wie auch immer die Wissenschaft und die Praxis mit den Erkenntnissen des Neuromarketings umgehen wird, Werbung wird auch in Zukunft nicht ohne Kopf und Bauch auf beiden Seiten auskommen: Auf der einen Seite die Werbegestalter und auf der anderen die Werbekonsumenten.

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Forschung Hui, Marketing Pfui

Wir sind Nobelpreisträger! Über den unterschätzten Wissenschafts- und Forschungsstandort Deutschland sagt der frisch gekürte Nobelpreisträger für Chemie, Prof. Gerhard Ertl: “Die deutsche Forschung war immer gut. Vielleicht können die anderen besser trommeln.” Wer trommelt für Deutschland? Wer ist für das Rühren der Werbetrommel in unserem Land zuständig? Eine Antwort könnte lauten: “Das Marketing!” O.k., wer brieft wen? Wer ist Auftraggeber und wer Auftragnehmer? Man könnte auch meinen, die Wissenschaft kann dieses Defizit mit Bordmitteln ausgleichen. Will heißen, es gibt doch genug Marketing-Wissenschaftler in den Fakultäten. Da fällt mir der Kernsatz eines Vortrages ein, den ich vor nicht allzu langer Zeit von einem Professor aus der Münsteraner Ecke hören musste: “Es gibt nichts praktischeres als eine gute Theorie!” Wow! Das hört sich nach einem vorgelesenen Trommelsolo an. Nein, gebt den erfahrenen Marketingexperten den Auftrag für die deutsche Wissenschaft und Forschung vernünftige Werbung zu machen. Universitäten müssen zu internationalen Marken werden. Beim Marketing darf es keine Berührungsängste zwischen Theorie und Praxis geben. Marketing ist Handwerk, wie trommeln. Aber es ist gut wenn der Perkussionist seine Noten kennt.

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Junge Deutsche trainieren für den Arbeitsmarkt der Zukunft

Jetzt ist es schon so weit: Junge Deutsche reisen ins ferne Australien, um dort in Schlachthöfen, auf Farmen und anderen Betrieben, die harte Arbeit versprechen, zu jobben (siehe hier).
Glücklicherweise geht es uns noch gut genug, dass man das Ganze nicht aus der Not heraus machen muss, sondern eher unter Abenteuer, Lebenserfahrung und Aufbesserung der Urlaubskasse abbuchen kann.

Würde man hierzulande solche Jobs an junge (deutsche) Menschen vermitteln wollen, bekäme man den Vogel gezeigt oder bekäme zu hören, dass das unter der Würde ist – ganz abgesehen von der Bezahlung.
Glück für die ganzen z.B. polnischen Arbeitskräfte, die wiederum auf Arbeit im Ausland angewiesen sind, um ihre Familien in ihrem Land ernähren zu können. Die Sylter Gastronomie hätte jedenfalls ein Problem ohne die fleißigen Menschen aus den Nachbarländern.

Im selben Zuge gibt es viele Handwerker auf Sylt, die mittlerweile in dänischen Betrieben arbeiten. In Dänemark geht es aufwärts. Die Jobs sind sicher und gut bezahlt. Es ist auch kein Geheimnis, dass die Österreicher auch auf deutsche Arbeitskräfte bauen: Viele Wintersportorte freuen sich jährlich auf Servicepersonal aus der ehemaligen DDR – sofern genug Schnee fällt.

Eine andere Verschiebung gibt es im Bildungssektor, genauer gesagt an den Schulen. Dort arbeiten in bestimmten Regionen Deutschlands auch viele Polen. Allerdings nicht als Putzfrauen oder Hausmeister, sondern als Lehrer. Vornehmlich im Bereich der Naturwissenschaften. Wir haben in der Vergangenheit nicht genug Lehrer dafür ausgebildet und die polnischen Lehrerkollegen sollen ganz hervorragende Kräfte sein.

Mal sehen, wie weit die Schere in Zukunft noch auseinander gehen wird. Vielleicht arbeiten dann Deutsche dauerhaft als Gastarbeiter auf entfernten Kontinenten und Akademiker aus Osteuropa helfen uns, bald besser bei der PISA-Studie abzuschneiden.

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