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gipsformerei

Die kleinen Freuden des Kontakters

Termin bei einer interessanten Institution in Berlin, der Gipsformerei:

Seit über 100 Jahren werden in den Werkstätten in Charlottenburg Abformungen von Kunstwerken hergestellt. Staunend wandert man durch die Jahrtausende: von der Büste der Königin Nofretete über antike griechische und römische Skulpturen bis hin zum alten Fritz. Die ganze Geschichte in Gips geformt. Neben dem Atelier de Moulages des Louvre ist die Gipsformerei die weltgrößte dieser Art.

Der unermessliche Wert des großen Formenbestandes liegt inzwischen auch in seinem dokumentarischen Charakter: Viele der Originale, deren alte Formen in der Gipsformerei bewahrt werden, sind entweder durch den Krieg zerstört, verschollen oder durch Umwelteinflüsse bis zur Unkenntlichkeit verwittert.

Im Lager des Shops habe ich dann die “rechte Hand” Goethes gefunden, die am 28.08.1820 gegossen wurde und nun in unserem Büro liegt.

goetheshand.jpg

Der Meister hat 1832 die Gipsformerei mit folgenden Worten beschrieben:

“… wo unter begünstigendem Einfluss der Behörden treffliche Gipsabgüsse vorzüglicher antiker und moderner Skulpturen zu billigen Preisen verkauft werden, aller Aufmerksamkeit wert, geeignet, Kunst zu erwecken, den Geschmack zu läutern und auf das wahrhaft Schöne zu lenken.”

Die Gipsformerei ist ein echter Geheimtipp. Führungen werden angeboten. Lohnt sich!

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