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Design

Poster Award “Energy Efficiency”

Noch bis zum 31. August können Nachwuchs-Designer ihre Entwürfe für einen internationalen Poster-Wettbewerb zum Thema Energie-Effizienz einreichen. Hier geht es zur Facebook-Seite mit Hintergrundinformationen: Energy Effiency Poster Award

Viel Erfolg!

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Ideen für Wasser – marsch!

wasserleben


180 Studierende aus China und Europa haben sich im Rahmen des Projektes „Wasser ist Leben“ inzwischen mit dem für uns Menschen lebenswichtigen Element Wasser gestalterisch bzw. künstlerisch auseinandergesetzt. Prof. Heinz-Jürgen Kristahn hat dieses interkulturelle Projekt initiiert. Dass es nachhaltige Wirkung hat, beweist die Laufzeit seit 2001.

Wasser ist elementar. Ohne Wasser kein Leben! Wasser wird immer wertvoller, in manchen Regionen der Erde sogar so wertvoll, dass darum gekämpft wird:

Der nächste Krieg im Nahen Osten wird ein Wasserkrieg sein

prognostizierte 1999 der UN-Generalsekretär.

Kunst kann sicher keine Kriege verhindern, aber sie kann relevante Themen verstärken. Heinz-Jürgen Kristahn weist in dem Projektkatalog auf das Zitat von Josef Beuys hin:

Kunst kommt von Kunde. Man muss etwas zu sagen haben. Auf der anderen Seite aber auch von Können. Man muss es auch können.

Sicher finden sich genügend Themen, über die es etwas zu sagen gibt, aber die Ressource Wasser ist vielleicht eines der wichtigsten für unsere Welt. Die Problematik ist ein gesamtgesellschaftliches Thema und eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der man nur mit hoher sozialer Verantwortung gerecht werden kann.

Fakt ist: das Thema Wassermangel ist schon heute übergreifend präsent … Es ist also höchste Zeit zu handeln. Auch mit den Mitteln der Kunst.

… auch mit den Mitteln der Werbung, möchte ich diesem Zitat von Prof. Kristahn hinzufügen. In dem Projektkatalog formuliert er einen Vorschlag, wie die Werbung helfen könnte:

Ziel der Werbung ist es, eine Marke mit emotionalen Erlebnissen in Verbindung zu bringen. Diese sind im inneren Auge des Rezipienten als Markenbilder repräsentiert. Was wäre, wenn man hier das Wort Marke mit Wasser ersetzte? Gelänge es, beim täglichen Umgang mit eben diesem, Plakatbotschaften, wie sie der Ausstellung Wasser ist Leben zu entnehmen sind, wieder in Erinnerung zu rufen und so ein wenig Einfluss auf unser Verhalten auszuüben?

Warum nicht plakative Botschaften für die Marke “Wasser” kreieren, liebe Kolleginnen und Kollegen.
Auftraggeber: Unsere Erde
Briefing: Verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource “Wasser”
Vergütung: Leben

Projekt:
Die Kunst der globalen Verantwortung
Wasser ist Leben – Plakatkunst aus Europa und Asien
Projektkatalog herausgegeben von Prof. Heinz-Jürgen Kristahn,
Universität der Künste Berlin, Fakultät Bildende Kunst
Sponsoren: ZentralVerband Sanitär, Heizung, Klima
VDS – Vereinigung Deutscher Sanitärwirtschaft e.V.

Die in diesem Beitrag verwendeten Bildmotive sind Titel und Rücktitel des Katalogs und Ausstellungsplakate.
Abbildung oben: Chen Yuanyuan
Abbildung unten: Guo Bing

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Designradar aus Russland

wostok3

Fährt man nach Russland, nimmt man ein Haufen von Klischees über die Russen mit: trinkfest seien sie, melancholisch, belesen, folkloristisch, die Russinnen schön, die Russen grimmig und in Russland sei es immer bitterkalt. Und alles trifft zu – aber ganz anders als gedacht.

Angekommen in Moskau graben sich die –28° schmerzhaft durch den Wollmantel. Mit robusten Kreppsohlen rutschen meine Reisebegleiterin Helena Dell und ich vorsichtig und ungelenk über die Eisschollen auf den gefrorenen Straßen der russischen Hauptstadt. Die Russinnen hingegen schweben elfengleich, schick im Pelz, mit extravaganter Kopfbedeckung und viel Sinn für das Schöne auf mindestens 15 cm hohen Highheels mit Pfennigabsätzen an unseren erstaunten Blicken vorbei. Wie kann das sein? Sofort fällt mir das russische Sprichwort »Was den Russen stark macht, ist des Deutschen Tod« ein. Wir fragen bei Einheimischen nach, und uns wird erklärt: Die Moskauerinnen legen viel Wert auf feminines Auftreten und würden niemals ungeschminkt das Haus verlassen, wobei die Highheels in dieses Muster des Ästhetischen fallen, aber auch ganz funktional dazu dienen sollen, sich als eine Art Eispickel in die glatten Oberflächen zu bohren, um damit den besten Schutz vor einem Sturz zu bieten.

Westlicher Elsterglanz im Wostok

Ein Gang durch Moskauer Einkaufszentren bestätigt den großen Bedarf an dieser Art von Eispickeln. Ein Schuhladen reiht sich neben dem anderen, angefüllt mit Exentrisch-Hochhackigem und voll mit Kundschaft, die sich den nächsten Fall im Eis ersparen will.
Auffallend ist, dass es zwei Arten von Einkaufszentren und Kaufhäusern gibt. In den traditionellen »Gostinnij Dwor« [Kaufhaus] findet man von den typischen russischen Shapkas [Fellmützen] über farbenfrohe folkloristische Geschirrsätze bis hin zu Saunahüten alles, was das alltägliche Leben in Russland erfordert. Die einzelnen nach Warenklassen streng geordneten Abteilungen sind nur sparsam mit verkaufsförderndem Möbiliar ausgestattet. Auf die uns gewohnte, aufreizende Darbietung von Waren in westlichen Kaufhäusern wird gänzlich verzichtet. Der kargen Präsentation der Produkte stehen allerdings ganze Kompanien von Verkäuferinnen gegenüber, die meist griesgrämig dreinblickend einen unterforderten Eindruck hinterlassen, obwohl sie nach Erwerb einer Ware aufwändig und akkurat handschriftlich Quittungen, Belege und neue Preisschilder schreiben. Ein Phänomen, dass man häufig beobachten kann, dass die wahrscheinlich nur für wenige Rubel zu beschäftigenden Menschen die Arbeit unserer Registrier- und Kassenmaschinen übernehmen.

Ganz anders verhält es sich mit dem zweiten Typus von Warenhäusern wie dem berühmten und architektonisch imposanten Kaufhaus GUM oder auch den neuen Shoppingmalls. Hier lassen sich kaum russische Marken und Designs finden. Die Objekte der Begierden sind opulent präsentiert und stammen aus dem internationalen Designmarkenluxussegment von Paris bis Rom. Wer hier kauft, zeigt, dass das russische, insbesondere das sowjetische, abgestreift ist. Wer hier kauft, zeigt, dass er zum internationalen Geschehen gehört und über ein gut gefülltes Konto verfügt.

Gibt es eine russisch-selbständige Identität im Design und bei russischen Marken, oder ist alles, was schön und begehrenswert ist, westlicher Elsterglanz?

Russischer Frühling

Die Petersburger und die Moskauer sind verwöhnt, sind sie doch von Herrlichkeiten der Architektur und Kultur ganz alltäglich umgeben, sieht man auf die beeindruckend schönen Bauten in St. Petersburg, die Tretjakov-Galerie in Moskau und auf ihre Gemälde oder die weltberühmten U-Bahnstationen in St. Petersburg und Moskau, auf die russische Kultur wie beispielsweise die Museen oder auch die Buchläden mit den russischen Klassikern. Und die üppig mit Wandmalereien und Ikonen ausgestatteten Kirchen werden gerne von den Russen aufgesucht. Sie sind meist voll, und man hat den Eindruck, dass das »Alte« gewürdigt und verehrt wird,­ es aber dennoch wenig Anknüpfungspunkte und Weiterentwicklung in der neuen, postsowjetischen Zeit mit russischer Eigenständigkeit gibt.
Denn der Blick scheint immerfort aus Russland herauszuschielen. Ein Blick in die gut gestaltete Architekturzeitung »Monitor« bestätigt das. Das Neue scheint woanders zu sein und nicht in Russland. Designinterieurkonzepte für die stylische Wohnung kommen mit Möbel- und Lichtvorbildern aus Resteuropa. Doch halt: zwischen den Interviews mit deutschen Designern und italienischen Wohnzimmeraccessoires plötzlich eine Anzeige aus Russland: »The elegant classic kitchen design is created by Russian company Giulia Novars«. Der Name des russischen Unternehmens wirkt italienisch, doch das Interieur des beworbenen Küchendesigns aus Russland lehnt sich an die Formsprache der zaristischen Petersburger Eremitage an.

Ähnlich verhält es sich mit dem Erscheinungsbild des Petersburger Vodkas »Russian Standard«, das sich visuell auf die präsowjetische Zeit bezieht, obwohl die Marke, die sich auf alte »Rezepte wie zu Zarenzeiten« beruft, erst 1992 von dem Oligarchen Rustam Tariko gegründet wurde. (Im übrigen kaufte Rustam Tariko 2006 für gigantische 2,2 Millionen Euro die Webdomaine www.vodka.com von einem Unbekannten ab.)
Es scheint, als würde man sich im modernen Design auf Altbewährtes berufen und hier direkte Anknüpfungspunkte in die heutige Zeit suchen.
Dennoch oder gerade deshalb beginnt die Kreativszene zu erblühen und sucht sich ihre eigenen Pfade. Längst gibt es die kleinen unkoventionellen Cafés wie in jeder Metropole wie z.B. das St. Oberholz in Berlin, in denen junge Kreative mit ihren Macs zu verschmelzen scheinen. Diese kleine Szene ist bunt und wild, und zaghaft gehen die ersten Impulse in die Industrie. Die 2005 gegründete Agentur NG Media Group (www.ngmg.ru), die von Banken bis Nudelmarken ein weites Spektrum an Kunden hat, präsentiert sich unkonventionell und frisch. Auf der Website gibt es überall etwas zu entdecken, nichts steht still, und an mancher Stelle kommen unvermittelt Witze über Werbung. Man gewinnt den Eindruck, dass hier viel Freude ist. Ebensoviel Freude macht es, auf der AgenturwebSite von »Instinct«, die inzwischen zur BBDO-Group gehören (www.instinct.ru), zu stöbern. Es knallt, blubbert und blitzt, und zwischendrin sind Projekte für Kunden wie Ikea oder Dell zu sehen.
Ähnlich der erblühten Szene in Polen, wo es gleichermaßen wie in Russland einst eine große Designtradion gab, scheinen die kommunistischen parteipropaganidistischen Restriktionen verflogen, und es wird beschwingt, immer auch ein wenig frech, mit aufbrecherischem Elan zum großen Schlag ansetzt. Ideen, die nur in Russland zu finden sind, begeistern wie die Werbung, die eingefroren in einem massiven Eisblock nur einen russischen Winter überdauern kann.
Inzwischen gibt es eine ganze Anzahl von russischen Magazinen im Bereich Gestaltung und Architektur wie z.B. das Designmagazin »[KAK)« [»Wie«]. [KAK) präsentiert sich frech und selbstbewusst, ohne den nötigen Ernst für die Sache zu verlassen, wie das bei so einigen westlichen Magazinen der Fall ist.

Viele Russen sind belesen und wertschätzen ihre Bücher. Daher ist es nicht unüblich, Bücher durch einen eigenen Einband zu schützen, wie wir es von Schulbüchern her kennen. Aber das muss nicht trist und langweilig sein, schon gar nicht, wenn sich junge russische Designer diesem Thema annehmen: Bei »Antibuki« (www.antibuki.ru) gibt es die Jacke für das Buch, variationsreich, stylisch und äußerst ansprechend aufgemacht. Meine Begleiterin Helena übersetzt die irritierenden »Titel« der Buchhüllen, und belustigt stellen wir uns vor, wie die Fahrgäste in einer U-Bahn bei Ansicht eines Lesenden die Titel wie »von Quantenphysik und Striptease« wohl auffassen werden; oder bei diesem Beispiel reagieren: »Wie man mit Hilfe von Zahnpasta die Oberweite um 4 Cups vergrössern kann«

Östlicher Elsterglanz im Westen

Während die russische Avantarde nach vorne schreitet, schaut man hier gerne zurück auf das, was in Russland tabu ist. Das antialkoholische Getränk mit Tannenwaldgeschmack »Wostok« (Osten), das 1973 ursprünglich unter dem Namen »Baikal« in der Sowjetunion herauskam und eine Erfindung des Moskauer »Staatsinstitut für nichtalkoholische Getränke der Akademie für Landwirtschaft« war, wird inzwischen von einem Kreuzberger Getränkeproduzenten für den deutschen Markt hergestellt. Die »Wiedergeburt des Ostens im Osten des Westens« bezieht seinen Kult um dieses Getränk nicht nur aus den kleinen russischen Anekdoten auf der Website des Herstellers, sondern auch aus der streng-sowjetisch Präsentation der Flasche.

So spannend wie das neue russische Design auch ist, genauso waren wir angezogen von dem erhaltenen alten. Fährt man mit dem Nachtzug von St. Petersburg nach Moskau, fühlt man sich im Gegensatz zu den nüchternen deutschen ICEs in den altmodisch wirkenden, plüschigen russischen Abteilen sofort wohl – nicht allein weil eine Flasche Vodka gleich standardgemäss auf dem Tisch steht. Letzterer trägt mit Sicherheit auch dazu bei, dass sich die einheimischen Mitreisenden gar nicht mehr streng und melancholisch gaben, sondern dieser Nachtzug mit seinem Speisewagon Lebenslust und Bereitschaft zum spontanen und ausschweifenden Feiern mit Fremden geradezu herausfordert.

Einmal gepackt von den spannenden Entwicklungen und Gegensätzen in Russland, will man sofort wieder dorthin, from Moscow with Love!

ps: Man sollte vor einer Reise nach Moskau allerdings sein Konto gut gefüllt haben.

Diese Stadt ist eine Dirne,
hat rote Flecken auf der Stirn’
Ihre Zähne sind aus Gold,
sie ist fett und doch so hold
Ihr Mund fällt mir zu Tale,
wenn ich sie dafür bezahle
Sie zieht sich aus doch nur für Geld
[…]
Pudert sich die alte Haut,
hat sich die Brüste neu gebaut
Ist doch die schönste Stadt der Welt.
[Textausschnitt von Rammstein/»Moskau«]

Autorin: Prof. Veruschka Götz
Veruschka Götz lehrt an der Hochschule für Gestaltung in Mannheim.
Sie ist Mitglied des Aufsichtsrats der Buena la Vista AG.

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VOCO Designfest an der Fakultät Gestaltung der FH Würzburg-Schweinfurt, 03.12.2010

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Am 3. und 4. Dezember findet an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, Fakultät Gestaltung, das VOCO Designfest statt, eine Workshop-, Vortrags- und Ausstellungsreihe mit internationalen Gestaltern, Künstlern und Theoretikern.


Magdalena Leupold und Sebastian Muth, beide Kommunikationsdesign-Studenten der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, organisieren und etablieren im Rahmen ihrer Abschlussarbeit und in Zusammenarbeit mit der Fakultät Gestaltung das Designfest VOCO und zeigen die TDC-Show des Type Directors Club New York in Würzburg. Die erste VOCO zum Thema »GEISTER, BARBAREN und EXOTEN« findet am 3. und 4. Dezember im Gebäude der Neuen Universität am Sanderring statt. Es werden ca. 350 Besucher erwartet.


Neben der »TDC-Show« des Type Directors Club New York wird zudem die »mag schau« präsentiert. Eine aktuelle und außergewöhnliche Bandbreite von den großen Klassikern bis hin zu monothematischen, und Nischen- Magazinen. Dadurch wird ein Überblick über unsere kulturelle Wahrnehmung und über zeitgemäße Gestaltung in dieser allgegenwärtigen Disziplin geschaffen.


Vorträge und die Ausstellungen:
beginnen am Fr. 03.12.2010 ab 18:30 Uhr und enden am Sa. 04.12.2010 um 19:30 Uhr
Referenten:
Mario Lombardo (Berlin)
Frédéric Teschner (Frankreich)
Daniel van der Velden/Metahaven (Niederlande)
Alex Jordan/Nous Travaillons Ensemble (Deutschland/Frankreich)
Jianping He/Hesign (Deutschland/China)
Reza Abedini (Iran)
Dr. phil. Christian Alexander Bauer (Köln)


Ausstellungen:
TDC-Show (New York)
Mag-Schau (internationale Magazinschau)


Workshops
Fr, 03.12.2010 von 9:00 Uhr – 17:00 Uhr
Workshopleiter
Annik Troxler (Schweiz)
Karl Nawrot (Niederlande)
Jung & Wenig (Berlin)


Anmeldung auf der VOCO Designfest Homepage
Ticktes:
Vorträge & Ausstellungen: 20€
Workshops: 20€
Wir bitten um frühzeitige Reservierung da die Anzahl der Plätze begrenzt ist.


Feier:
Samstag Abend
For Mad (München) Homepage


Veranstaltungsort:
Vorträge & TDC-Show & Mag-Schau:
Neue Universität am Sanderring
Sanderring 2
97070 Würzburg


Pressetext
Das VOCO Designfest findet am 3. und 4. Dezember 2010 an der Fakultät Gestaltung der FH W-S Würzburg statt und beschäftigt sich mit der kulturgeprägten und zivilisationsgestaltenden Rolle von Design.


VOCO bedeutet Stimme. VOCO ist Esperanto. VOCO verbindet Kulturkreise und Zivilisationen. In Vorträgen, Ausstellungen und Workshops erheben internationale Gestalter und Theoretiker ihre Stimme über Gestaltung als Gesellschaft gestaltendes Tun. VOCO spürt Stimmungen auf. VOCO macht Stimmung. VOCO wird ein Fest. Ein Designfest über die kulturgeprägte und zivilisationsgestaltende Rolle aktueller Gestaltung. Die erste VOCO handelt von GEISTERN, BARBAREN und EXOTEN.


GEISTER: Wer geistert durch unsere Gesellschaft? Wer sind die aktuellen Zeitgeistmacher? Der Zeitgeist beschreibt die Denk- und Fühlweise eines Zeitalters. Der Begriff bezeichnet die Eigenart einer Epoche, den Versuch uns diese zu vergegenwärtigen. Aber was macht unsere gegenwärtige Gesellschaft aus? Welche Subkulturen bilden sich? Welchen Einfluss haben Mode, Musik und Kunst? Wie schaut zeitgemäße Gestaltung in diesen Disziplinen aus? > hierzu sprechen: Mario Lombardo
& Frédéric Teschner


BARBAREN: Es wird gerne behauptet, dass die Kulturschaffenden das Schöpferische und Gute im Menschen repräsentieren. Sie spiegelten das Gegenteil von kultureller Gleichgültigkeit und Barbarei wieder. Doch erst durch die Zerstörung von Altem und einem bewussten Zerstörungswillen kann etwas radikal Neues entstehen. Wie kann da eine neue radikale Formensprache gebildet werden? Wo liegen die Grenzen des vermeintlich guten Geschmacks? Und wer sagt überhaupt, dass dieser gut ist? > hierzu sprechen: Daniel van der Velden/Metahaven & Alex Jordan/Nous Travaillons Ensemble


EXOTEN: Das Exotische, das Andere, das Fremde ist ein Faszinosum und in unserer globalisierten Welt auch gleichzeitig Teil unsere Identitätsbildung. Die Kategorie des Einheimischen beginnt sich aufzulösen. Aufgrund des beschleunigten Transfers medialer Inhalte und moderner Technologie entsteht ein globaler Erfahrungsraum in dem Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt gleichzeitig zu Augenzeugen politischer und medialer Ereignisse werden. Das Lokale setzt sich durchzogen von weltweiten Einflüssen neu zusammen. Aber gerade in Ländern des Orients oder im asiatischen Raum herrschen andere ästhetische Vorstellungen. Wo sind Gemeinsamkeiten und wo die Unterschiede? > hierzu sprechen: Jianping He/Hesign & Reza Abedini


Einleitend führt ein wissenschaftlicher Vortrag in die Zusammenhänge von Kultur, Zivilisation und Gesellschaft, Philosophie und Gestaltung ein. Diese fundierte Basis öffnet und sensibilisiert das Auditorium für das komplexe Thema und die individuellen Vorträge der Designer. > hierzu spricht: Dr. phil. Christian Alexander Bauer


Zwei Tage. Eine Bühne zum Austausch. Es wird gesehen & geredet, gemacht & gedacht, gefeiert & getanzt. Mit internationalen Workshopleitern und Referenten. Die 56. TDC-Show aus New York zeigt die besten Arbeiten aus aller Welt. Die Mag-Schau präsentiert die neuesten Trends im internationalen Editorial-Design. Magazine öffnen sich, genau wie Horizonte. For Mad legt Elektro Nu Rave Indie Dance auf. VOCO : Designfest. Feiert!

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