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business

Bitte NICHT lesen!

Der Wandel von der Push- zur Pull-Kommunikation ist in aller Munde. Wie beim Versteckspiel soll der potenzielle Kunde das Angebot finden. Dem Suchenden wird es vom Anbieter mehr oder weniger schwer gemacht. Im Grunde genau das Gegenteil von dem was wir in der Marketing-Vorlesung gehört haben. In der Literatur heißt dieses Phänomen “Reverse Psychology Marketing”. Der Begriff lässt darauf schließen, dass dies eine Idee der Amerikaner ist. Bezogen auf das Bloggen gibt es hierzu eine Seite, die Tipps listet, wie Andere Ihren Blog sogar hassen werden, z.B.:

Sie müssen sicherstellen, dass der Inhalt komplett irrelevant ist.

Ob Reverse Psychology Marketing für Deutschland relevant wird, bleibt abzuwarten. Ich persönlich glaube, dass sich der Deutsche gerne umwerben lässt. Daher wird es diese Form der Anti-Werbung nach meiner Einschätzung in Good Old Germany schwer haben.

Links zu dem Thema:
Literatur
I hate Steven Singer und hier

Angeregt durch den Aufsatz “Regelbrüche mit Kalkül” in der absatzwirtschaft 12/2007.

Am besten ist, Sie lesen es nicht!

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Gutes tun und darüber reden lassen

Wolfram Zabel, Pressesprecher Vogel New Business, interviewt Klaus Eck vom PR-Blogger auf media-Treff zum Thema “digitale Reputation”.

Medium: de.sevenload.com
Link: de.sevenload.com

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Die neue Bescheidenheit in der Werbung?

Über den werbeblogger bin ich auf die Auswertung eines führenden Herstellers von digitalen Videorekordern gestoßen. Darin wurde das Verhalten von 20.000 User-Haushalten in USA aufgenommen und analysiert. Ergebnis:

Die Leute schauen sich nicht etwa die kreativen Wunderwerke aus den führenden Werbeagenturen an, sondern oft recht bescheiden gemachte, aber sehr zielgerichtete Spots.

Die Botschaft dieser Untersuchung lautet: “Aspekte wie Relevanz und konkrete Kundenbedürfnisse bestimmen das Informations- und Kommunikationsverhalten der Menschen!”
Führt das zu einer neuen Bescheidenheit in der Werbung? Wird Kreativität in Form von Humor, Ironie, Übertreibung, Überraschung, Erotik und Hingucker in der Werbung überflüssig?
Nein! Unsere Aufgabe bleibt es, Werbebotschaften aufmerksamkeitsstark zu gestalten. Aufmerksamkeit im Dienst der Relevanz des Angebotes bzw. der Marke. Selbstverständlich erfolgt die Übung auf der Grundlage von aktuellen und latenten Kundenbedürfnissen. Aufmerksamkeit und Fokussierung sind und bleiben für mich die Erfolgstreiber für Werbewirkung. Nicht ganz unbescheiden, behaupte ich: “Kreativität war, ist und bleibt die hohe Kunst unseres Jobs.”

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Smart Drugs – Big Business

Warum begrenzt sich die Doping-Diskussion ausschließlich auf den Sport? Fragt sich eigentlich keiner was in der Musik, im Theater, in der Politik oder im Management geschluckt und gespritzt wird, damit Spitzenleistungen erbracht werden? Doping ist längst ein gesellschaftliches Problem.

Zeigen wir nicht mit dem Finger auf andere und tun wir nicht so, als hätten wir in unserer Gesellschaft nichts mit den asozialen Leistungs-Junkies des Sports zu tun.

Dieses Zitat stammt aus dem Trendspot #51 des Zukunftsinstituts zum Thema Smart Drugs. Dieser Podcast zeigt eindrucksvoll auf was die “Apotheken-Tour” über unsere Gesellschaftsideale verrät. Ich frage mich, ob Smart Drugs die Vorboten des 6. Kondratjew-Zyklus sind? Leo Nefjodow hat diesen Zyklus mit der Konjunktur der “Psychosozialen Gesundheit” prognostiziert.

Schon heute beträgt der globale Markt für die Smart-Drugs rund 60 Mrd. Dollar. Doch die Karriere der Smart-Drugs beginnt erst: In einer Welt, die den Menschen immer mehr körperliche und geistige Hochleistung abverlangt, erwarten Pharma-Analysten eine Verdreifachung der Umsätze in den nächsten 25 Jahren. Quelle Zukunftsinstitut

Das klingt nach: “Doping makes the world go round!”

Nachtrag: Die Rolle der Medien bei der diesjährigen “Apotheken-Tour” wird bei Stefan Niggemeier diskutiert.

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Das Leben ist zu lang, für die Gier einiger Anwälte

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Die Anwaltskanzlei Fetman, Garland & Associates ist auf Scheidungsrecht spezialisiert. Sie sorgte mit dieser Kampagne in den USA für Aufmerksamkeit. Großflächenplakate mit sexy Motiven trugen die Headline, übersetzt: “Das Leben ist kurz. Lass Dich scheiden.” Die Kampagne war im Chicagoer Night-Club Viertel, taktisch klug, nah an der potenziellen Zielgruppe platziert. Da die Genehmigung fehlte, hingen die Motive nur eine Woche. Es reichte allerdings für eine Meldung in der Printausgabe der absatzwirtschaft. Wie hoch der Impact bzw. die Conversion Rate schlussendlich war ist nicht bekannt.
Mein Fazit: Aufmerksamkeitsstarke Effekthascherei. Das beworbene Angebot ist teuflisch. Die Ehe als Lebensgemeinschaft, möglicherweise mit Kinder, aufgebaute Existenzen, etc., das alles scheint den Herren Fetman, Garland und Kollegen nichts wert zu sein. Hauptsache Mandate und Kohle. Business as Usual.

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