Arbeitgebermarke
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Arbeitgebermarke: Wahrnehmbar anders? (1)

Bild 1

Wahrnehmung der rein verbalen Employer Brand Performance

“Das Absolventenbaramoter” des trendence Instituts bringt es alljährlich zutage: Die beliebtesten Arbeitgeber sind … The Oscar goes to … Wer möchte da nicht einmal mit auf der Liste stehen, im Rampenlicht der Aufmerksamkeit, im warmen Regen der Komplimente? Nur, wie kommt man in die Arbeitsmarkt-VIP-Lounge? Mit vielen Recruiting-Messen oder Eins-Plus-Azubis? Immer schön Höchstleistung bringen, würde der Bundestrainer der Fußballnationalmannschaft sagen – und ich glaube, das ist es tatsächlich: In der Kategorie “Top 100 Business” steht die Deutsche Lufthansa auf Platz 1 der bekanntesten und attraktivsten Unternehmen, knapp vor Audi und Porsche, und solche Höhenflüge kommen nicht von ungefähr. Rund 25.000 Studierende (= Studienteilnehmer in diesem Jahr) müssen einen kennen und mögen – beides gleichzeitig. Das ist ein hartes Stück Arbeit, das sich sicher nicht mit dem On-/Off-Schalter für Employer Branding mal so eben kurz vor Umfragebeginn erledigen lässt. Dabei ist die Lufthansa als Marke bestimmt nicht schillernder, lauter, plakativer, ruhmreicher, glamouröser oder internationaler als adidas (Platz 9) oder IKEA (Platz 21). Aber vielleicht ist sie als Arbeitgebermarke fleißiger, ehrlicher, sympathischer und bemühter? Was man beispielsweise anhand des Karriereportals “be lufthansa” wahrnimmt, ist – aus meiner subjektiven Sicht – genau dieses: Man gibt sich erstaunlich viel Mühe, das gängige Schmuse-Bla-Bla amitionierter Personaler zu verlassen und eine eigene, an manchen Stellen auch kantige Sprache im virtuellen Dialog mit dem potenziellen Bewerber zu finden. Selten genug begeben sich Arbeitgeber auf das berühmt-berüchtigte Glatteis klarer Zusagen, eindeutiger Formulierungen, bildhafter Argumente oder gar polarisierender Emotionen. Die Lufthansa tut es. Scheinbar mit Erfolg. Im Bild oben nur ein kleiner Ausschnitt der verbalen Kunststücke einer Employer Brand, die offensichtlich wirklich eine ist: klug emotional, relativ selten abstrakt, durchaus auch mal bildhaft und so gut wie nie nüchtern, allgemeingültig und austauschbar. Punktlandung, Lufthansa.

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1 Kommentar

  1. D. Schneider sagt:

    Bei einer solchen Analyse ist man auch ganz nach an einer Keyword-Analyse.

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