Auftraggeber
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Beratung 007

Wenn die Werbeagentur eine “Agentur” ist, ist der Mitarbeiter ein “Agent”!?

Martin Oetting hat es in einem Beitrag auf dem trnd-Blog so beschrieben:

Eine Agentur tut, was ihr Name sagt: sie arbeitet als eine Art Außenstelle eines Unternehmens, als “Agent”. Dabei ist nicht das James-Bond-artige Undercover-Spionagegeschäft gemeint, sondern die Bedeutung von Agent als eines “im Auftrag handelnden”. Dazu gehören die in der Werbelandschaft bekannten Dinge: als Agentur wird man (idealerweise) mit in die Marktforschung eingebunden, man arbeitet mit an der strategischen Planung, man entwickelt kreative Lösungen, welche die Marke im passenden Medienumfeld positionieren helfen. Die Agentur stellt dabei diejenigen Kräfte bereit, die im Unternehmen gebraucht werden, die das Unternehmen aber besser nicht selbst einstellt, sondern über “Outsourcing” am Markt beschafft. Zum Beispiel, weil das Agenturklima für Werbekreative besser geeignet ist als das Klima in manchen Großkonzernen. Oder weil frischer Wind auch dadurch in die Werbeentwicklung kommt, dass die Kreativen noch für andere Kunden auf ganz anderen Projekten arbeiten.

Martins Interpretation der Begrifflichkeiten „Agentur“ bzw. „Agent“ ist schon viel qualifizierter als die Definition in Wikipedia. Dort ist der Agent lediglich Vermittler, der in einer oder für eine Agentur arbeitet. Mit dem Etikett „Vermittler“ kann ich als Vertreter einer “Agentur” nicht leben und mich schon gar nicht identifizieren. Wenn man überhaupt von vermitteln sprechen kann, dann vermitteln wir Know how, Wissen, Erfahrungen.
Ideen und Kreation wird von uns entwickelt nicht vermittelt. Unsere Kernkompetenz ist die Beratung. Strategie-, Prozessberatung etc. – Beratung für Marketing-Kommunikation. Roland Berger käme wahrscheinlich nie auf die Idee sich Beratungs-Agentur zu nennen. Die Bilanz wird auch nicht von einer Steueragentur erstellt, genauso wenig wie es die Rechtsagentur und die medizinische Hausagentur (Hausarzt) gibt. Die Werbebranche hat es offenbar versäumt ihr Berater-Profil auch in den Begrifflichkeiten sichtbar zu machen. Zu den “Kreativen McKinseys” ist es noch ein weiter weg!

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