In einem Wochenblatt, wo sonst Schweinebauch-, Kontakt- und sonstige Reklameanzeigen zu sehen sind, schaut uns ein halbspaltiges Gesicht mit Kappe an. Ganz unten im Layout (ist das noch ein Layout?) lernt man, dass dieses Gesicht eine Agentur für Werbung repräsentiert. Mit dem Text in Rot am Kopf der Anzeige steigt die “Agentur für Werbung” auf das PR-trächtige Trittbrett “Provinz auf Weltniveau”, auf dem ja schon einige gefahren sind. Doch damit nicht genug. Das zweite Trittbrett heißt “Yes We Can”. Auf dem Blog “no you can´t” werden die inflationären Varianten des Obama-Spruchs gesammelt. Dort heißt es:
Spätestens seit Barack Obama als US-Präsident vereidigt wurde, überbieten sich Politiker, Musiker und Werber mit Nachahmungen und Ranschmissen. “Change” und “Yes we can” zählen zu den meist benutzten Slogans der Welt.
Ursprünglich wurden diese mal sympathischen, mal peinlichen Aktionen in meinem Blog coffeeandtv.de dokumentiert, aber die schiere Menge der Obamas drohte das Blog zu ersticken.
Darüber hinaus wurde “Yes Wü Can” schon lange vor der Erleuchtung von Mr. Cap-Face veröffentlicht. Einmal hier auf dem Würzblog, meines Wissens das erste Mal, am 07.11.2008,
und danach nochmals in einer Headline in der Regionalen Tageszeitung vom 27.01.2009:
Und jetzt, Monate später, das Gesicht mit der Kappe im Anzeigenblatt. Der Mann versteht was von billiger Reklame. Vielleicht wird er mit dem Verkauf von Kappen, T-Shirts und dem “einmaligen” Spruch eine handvoll Euros verdienen, für mich hat der Tandem-Trittbrettfahrer dafür sein Gesicht verloren.




Nun, denn… Wenn es Ralf aufgegriffen hätte, hätte ich das noch einigermassen als Persiflage durchgehen lassen.
Ansonsten: Nix wie auf “zum Udo”. Wobei ich fast befürchte, dass das Merchandising noch regen Anklang findet. Je schlimmer, desto unverwüstlicher.
Udo wird sich freuen;-)