Würzburg, Mainfranken Theater, Großes Haus. Auf dem Spielplan steht: “Der Parasit oder die Kunst sein Glück zu machen” – Schauspiel von Friedrich Schiller. Der Slogan “Provinz auf Weltniveau” wird im Bühnenbild und Text ironisiert. Die Main-Post schreibt:
Schauspieldirektor Bernhard Stengele macht in seiner Inszenierung am Würzburger Mainfranken Theater ein überaus flottes und kurzweiliges Vergnügen aus dem Friedrich-Schiller-Stück
Meine Frau und ich haben den Theaterabend sehr genossen und ich kann das Stück nur weiter empfehlen. In einer der Schluss-Szenen schreit der Liebhaber bevor er erschossen wird: “Provinz auf Weltniveau”. Woraufhin der Schütze antwortet bevor er abdrückt: “Buena la Vista, Baby”. Außer Eintritt habe ich für die PR nichts bezahlt;-)
Vorstellungen 19.30 Uhr:
09.04./ 18.04./ 21.04./ 24.04./ 03.05./ 06.05./ 16.05./ 30.05.


Haha, bessere PR gibts wohl nicht!!!!
> Der Slogan “Provinz auf Weltniveau” wird im Bühnenbild und Text ironisiert.
> Außer Eintritt habe ich für die PR nichts bezahlt;-)
Hallo Herr Schneider,
meinen Sie jetzt die PR für Buena la Vista? Oder die PR für Würzburg? Oder für beide?
In beiden Fällen kann ich Ihre Argumentation nicht nachvollziehen.
“Der Schneider von Ulm“ hatte auch PR. Doch die hat ihm seine berufliche und gesellschaftliche Existenz gekostet.
Auch die Schildbürger hatten PR. Allerdings eine, die mit dem Attribut „Wissen“ nicht besonders kompatibel gewesen ist.
Was ist, wenn demnächst eine Delegation aus einer benachbarten Frankenmetropole aufkreuzt, um im Rathaus ein Gastgeschenk zu überreichen. Inhalt: 1 Kubikmeter Licht.
Auch wenn sich Ihre Argumentation nur auf das Theaterstück bezieht, können Sie den Imageschaden nicht kalkulieren. Und wie groß die Zahl der lachenden Zaungäste ist, ebenso wenig. Vielleicht ist ja der Imageschaden mittlerweile schon unbezahlbar. Schöne Aussicht.
@Da würde ich mal die Kirche im Dorf lassen, lieber Herr Ledermann. Da fallen mir ganz andere Sachen und Personen ein, die das Image der Stadt prägen – positiver wie negativer Natur. Meiner Meinung dreht sich die aktuelle Diskussion um die Identität der Stadt und nicht um das Image. Ihre Frage nach der unbezahlten PR lasse ich mal offen;-)
Hallo Herr Schneider,
in meinem Kommentar an Frau Hollmann schrieb ich, dass ich einen Contest (aufgrund der Vorgeschichte) prinzipiell für gut halte. Am heutigen Nachmittag tauchte jedoch eine Zahl vor meinem geistigen Auge auf, die ich in der Mainpost vom 4. April leichtfertig ignoriert habe.
Es ging um „2500 kreativ Tätige“, die ihre Ideen einbringen sollen. Wenn ich einmal ganz naiv fragen darf: Wo sitzen denn diese 2500 kreativ Tätigen? Sollten sie irgendwo im WWW sitzen, dann können Sie m.E. das Merkmal „Wissen“ aus dem Briefing streichen, denn: Wie glaubwürdig kann sich Würzburg als Stadt des Wissens verkaufen, wenn die Kampagne von Außerhalb kommt? Das ist doch ungefähr so, wie wenn der kleine Max (Würzburg) seine Hausaufgabe (Kampagne) von seinen Banknachbarn (Nürnberg, Frankfurt, Stuttgart, etc.) schreiben lässt und dies seinem Lehrer (Zielgruppe) ganz offen zeigt (offene Diskussion). Und dann erwartet Max (Würzburg), dass der Lehrer (Zielgruppe) ihm eine Eins gibt.
Was sollte nun den Lehrer (Zielgruppe) veranlassen, Max (Würzburg) für sein (Nicht-)Wissen diese Eins zu geben?
Also wenn ich der Lehrer wäre, ich würde mich erst mal über diese absurde, aber auch etwas drollige Idee amüsieren. Und vielleicht würde ich Max auch aufgrund dieser Schildbürgerei charmant finden. Doch sein Wissen müsste ich, so Leid es mir täte, mit 6 bewerten.
> Meiner Meinung dreht sich die aktuelle Diskussion um die Identität der Stadt und nicht um das Image.
Das Entscheidende ist doch: die seit Monaten andauernde öffentliche Diskussion beeinflusst das Image.
@Kann es sein, dass Sie “wissen” mit “allwissend” gleichsetzen? Wenn nicht, grenzt Ihre Interpretation an Hybris. Nach Ihrer Einschätzung düfte kein Architekt, kein Komponist, kein Musiker, kein Wissenschaftler von außen nach Würzburg kommen und sein Wissen und Können zum besten geben!? Als Werbetexter müsste Ihnen auch der kleine aber feine Unterschied zwischen “Wissen” und “Kreation” geläufigt sein. Und über den Kreativstandort Würzburg kann man diskutieren. Bei allem Respekt, Ihre in hübsche Geschichten gekleidete Aussagen und Inhalte sind sehr zweifelhaft.