Gastbeitrag von Christian Knies M.A. Research & Personalmarketing
BECKHÄUSER ® PERSONAL & LÖSUNGEN
Unternehmen sehen einem zunehmenden Fach- und Führungskräftemangel entgegen und müssen sich daher zukünftig als attraktive Arbeitgeber positionieren, um im Wettbewerb um talentierte und qualifizierte Mitarbeiter bestehen zu können. Qualifizierte Absolventen, Fach- und Führungskräfte fragen: Was bietet ein Arbeitgeber, was die anderen nicht haben?
Hier ist ein effektives Employer Branding nötig. Employer Branding bezeichnet den Aufbau einer Arbeitgebermarke – strategisch und über alle wesentlichen Kommunikations- und Marketingkanäle hinweg. Es ist die zielgerichtete Profilierung und Positionierung eines Unternehmens, verbunden mit der Zielsetzung, als attraktiver Arbeitgeber von potenziellen, aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern wahrgenommen zu werden. Die Arbeitgebermarke vermittelt eine Antwort auf die Frage, warum sich talentierte und qualifizierte Arbeitnehmer für ein bestimmtes Unternehmen als Arbeitgeber interessieren sollen.
Den Kern der Arbeitgebermarke bildet die sogenannte Employee Value Proposition (EVP). Sie ist das Versprechen, das ein Arbeitgeber an Bewerber und Mitarbeiter gibt. Die EVP eines Unternehmens soll ausdrücken, was das Besondere darstellt, gerade bei diesem Arbeitgeber beschäftigt zu sein. Jeder Arbeitgeber ist einzigartig. Jedoch bleibt diese Einzigartigkeit für Außenstehende normalerweise verborgen. Um nachhaltig nach außen tragen zu können, „wie es sich anfühlt“ in Ihrem Unternehmen zu arbeiten, ist es wichtig, sich dieser Einzigartigkeit bewusst zu werden.
Der Definition einer EVP muss immer eine Analyse voraus gehen. Hierbei sind unterschiedliche Dimensionen zu berücksichtigen, u.a. die eigenen Stärken als Arbeitgeber, die Präferenzen der Zielgruppen, die man erreichen möchte, und der Wettbewerb (Mit wem konkurriere ich um Mitarbeiter?). Die Arbeitgebermarke sollte die Präferenzen der Zielgruppe und deren Sprache treffen. Employer Branding muss sich wie ein roter Faden durch das Unternehmen ziehen. Die Kampagne muss mit Leben gefüllt, die Zielgruppen genau definiert und die Mitarbeiter als Botschafter gewonnen werden. Nur wer bei seinem Außenauftritt authentisch ist, kann punkten, zum Beispiel mit durchdachten Personalanzeigen. Am Ende ist entscheidend, die EVP in geeigneter Weise mittels Bild- und Textsprache in unterschiedlichen Medien zu vermitteln, um zukünftige Mitarbeiter zielgruppengerecht anzusprechen. Das Thema Web 2.0 wird dabei zunehmend eine größere Rolle spielen.
Eine so herausgearbeitete Arbeitgebermarke vermittelt eine überzeugende, einzigartige und realistische Antwort auf die Frage, warum sich Bewerber für ein Unternehmen interessieren sollten. Ein professionell entwickeltes und strategisch fundiertes Employer Branding verbessert Arbeitgeberimage und faktische Arbeitgeberqualität, sodass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens nachhaltig steigt.
Umfragen zeigen, dass sich mittelständische Unternehmen der Notwendigkeit, eine attraktive Arbeitgebermarke zu werden, bewusst sind, jedoch mangelt es ihnen in vielen Fällen an Umsetzungskraft. Alleine schaffen es nur die wenigsten Personalverantwortlichen, dieser Aufgabe gerecht zu werden. Teamwork mit externen Agenturen oder unternehmensinternen Marketing- und Kommunikationsabteilungen ist deshalb unerlässlich. Branchen-Experten helfen beim Suchen nach verborgenen Schätzen – den Alleinstellungsmerkmalen des Unternehmens – für den Aufbau einer starken Arbeitgebermarke.
Beckhäuser ® Personal & Lösungen veranstaltet im Rahmen der Würzburger WirtschaftsTage vom 26. – 31. Januar 2009 ein Personalforum unter dem Leitthema: “Employer Branding: Arbeitgeberattraktivität – Wunderwaffe oder Hype?”. Gastgeber des Personalforums ist am 28. Januar 2009 das Süddeutsche Kunststoffzentrum (SKZ). Hochkarätige Referenten geben Einblicke und Erfahrungsberichte, wie man sich als Unternehmen erfolgreich im Bewerbermarkt positioniert. Die Veranstaltung ist kostenfrei, Anmeldeschluss ist der 16.01.2009.


