Zwei Beispiele für ein merkwürdiges Verhalten, mitten aus unserer Gesellschaft. Zunächst eins aus der Wirtschaft:
1. Die Sorge um den eigenen Geldbeutel und die finanzielle Zukunft wächst – das Interesse an Wirtschaft und Börse lässt aber immer mehr nach.
(Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Mannheimer Institut für praxisorientierte Sozialforschung (Ipos) im Auftrag des Bundesverbands deutscher Banken durchgeführt hat.)
und ein zweites Beispiel aus der Politik:
2. Die Kritik an der Politik, insb. an der Glaubwürdigkeit von Politikern steigt einerseits – auf der anderen Seite nimmt die Partizipation an politischen Prozessen ab (siehe Wahlbeteiligung).
Längst kennen wir den hybriden Konsumenten, der mittags zu McDonalds und abends in den Gourmettempel geht. Auch wissen wir, dass die Menge und die Vielfalt der Angebote den Kunden unberechenbar wählerisch machen. Neu ist das wiedersprüchliche Verhalten, wie oben skizziert. Wird die Masse schizophren?
Die Medien und die Werbung (inkl. Wahlwerbung!) wären Verursacher und Opfer zu gleich. Auch das würde für eine Spaltung der handelnden Personen und Institutionen sprechen.
Das Bermuda-Viereck des Entscheidungsverhaltens: Ablehnung, Wahl, Ambivalenz und Schizophrenie!?

