Auf heise.de findet man einen höchst lesenswerten Aufsatz von Prof. Hartmut Wöhlbier. Der Professor für interaktive Medien an der Hochschule Mannheim beschreibt die digitale Spur, die wir im Internet hinterlassen. Es geht um die Gruppenbildung, den Austausch von multimedialer Information und die direkte, spontane und unmittelbare Art der Kommunikation im Web.
Hat man in der Vergangenheit gründlich und gezielt lange Texte ausformuliert, bebildert und veröffentlicht, weicht dies heute einem kontinuierlichem Strom atomarer Informationseinheiten an Beobachtetem und Selbstbeobachtung. Die übermittelte Information dient nicht mehr dem Zweck, einer Person eine bestimmte Botschaft zu übermitteln, sondern gleicht vielmehr einer Collage aus Eindrücken, die in den öffentlichen Raum gestellt werden, bzw. diesen aufspannen.
Die Twitters, Jaikus, FriendFeeds, Socialthing oder Zootools dieser Welt bilden das Erleben und Erlebte in einem ständigen Informationsstrom ab. Es entsteht “Der Raum der LifeStream”, wie Hartmut Wöhlbier seinen Aufsatz nennt. Wer die Muße hat, einen Moment inne zu halten und darüber zu reflektieren, was das Internet mit uns macht, sollte das lesen.
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