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Von re:publica bis ADC

Vom 2. bis 4. April 2008 trafen sich in Berlin Blogger und andere Netzbewohner zur re:publica’08. Das Konferenz-Motto hieß “Die kritische Masse”. Das Web 2.0 und mit ihm neue Kommunikationsformen, die sich als Selbstläufer entwickeln, auf der einen Seite und die Fähigkeit der Masse zur Kritik auf der anderen Seite, standen im Fokus der dreitägigen Veranstaltung in Berlin.

Vom 9. – 14. April 2008, auch in Berlin, werden sich Kreative und kreativ Interessierte zum Gipfel der Kreativität des Art Directors Club (ADC) treffen. Kreative Arbeiten aus und für die Werbung werden ausgestellt. Ein Kongress begleitet die Veranstaltung mit Vorträgen um Kreation, Kommunikation, Kunst und Marketing.

Beide Veranstaltungen liegen zwar nur fünf Tage und ein paar Straßen auseinander, inhaltlich scheinen sie jedoch noch Welten zu trennen. Bei re:publica wird versucht die Zukunft vorwegzunehmen, beim ADC schwelgt man in Vergangenem und feiert die Gegenwart. Der Vergleich der Charaktere beider Events bzw. Macher und Besucher offenbart den Generationskonflikt. Hier der alternativ angehauchte, kritische Intellektuelle dort der angepasste Ideenmanager in teurem schwarzen Tuch. Die Programmpunkte von re:publica, die mich interessieren, schaue ich mir über hobnox per Videostream an, den ADC Kongress muss ich persönlich besuchen. re:publica findet überwiegend im Web 2.0 statt, der Gipfel der Kreativität in den Premium-Hallen. Die Jury-Sitzung hier dauert Tage, das Feedback dort kam unmittelbar über die Twitterwand. Deutlicher kann der Generationskonflikt nicht zu Tage treten als Anfang April in Berlin. Heute ist mir so richtig bewusst geworden wie etabliert die Werbebranche ist.
„Unter den schwarzen Talaren – Muff von 1.000 Jahren!“ Ob wir wollen oder nicht, das Web 2.0 steht vor dem Gipfelsturm gegen das Establishment. April 2008, Berlin.

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