
“Unsere rechte Gehirnhälfte ist zuständig für das Rationale und Analytische, unsere linke Hälfte für das Intuitive und Kreative”, diese Annahme bestimmte bislang unsere Vorstellung über die Funktion und die Physiologie des Gehirns. Hier kann man heute noch testen auf welcher Seite man stärker ist. Das Mindmapping basiert auf dem so genannten Hemnisphären-Modell.
In der Pädagogik wird dieses Konzept, zum Beispiel zur Schulung von Kindern mit Lernschwierigkeiten, erfolgreich angewandt (Brain Gym).
Mit PS, Hubraum und Preis zielte die Auto-Werbung nach rechts und mit Lack, Chrom und Design nach links. So verbreitet das Hemnisphären-Modell war und ist, so falsch soll es laut moderner Neuro-Forschung sein.
Emotionen und etwas Kognitives wie das Gedächtnis sind anatomisch komplett verzahnt und deshalb nicht sinnvoll voneinander trennbar. Quelle: absatwirtschaft 11/07. S. 31
Weiter heißt es in dem Bericht, dass es mehr als zwei Zugänge zum Gehirn geben soll. Statt der, wie bisher angenommen, sprachlich-rationalen und bildlich-emotionalen Zugänge sind es vier Wege, die Informationen, Eindrücke und Wahrnehmungen in den Kopf lassen. Die vier Zugänge sind:
- die Sinne,
- die Symbole,
- die Geschichten und
- die Sprache.
Das sind doch alles Begriffe, die in unserer Handwerkskiste liegen! Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Autobahn durch den Kopf übers Herz in den Geldbeutel des Kunden ist vierspurig. Freie Fahrt für die Werbung? No way! Allein welche Baustellen uns das Gedächtnis in den Weg stellt, beschreibt der heutige Bericht in Spiegel-Online mit dem Titel: “Trau`bloß nicht deinem Kopf!”
Wie auch immer die Wissenschaft und die Praxis mit den Erkenntnissen des Neuromarketings umgehen wird, Werbung wird auch in Zukunft nicht ohne Kopf und Bauch auf beiden Seiten auskommen: Auf der einen Seite die Werbegestalter und auf der anderen die Werbekonsumenten.
