Fachgespräche
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Von Lebenswelten und Trends

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Hier mein Bericht vom 15. VOK DAMS trend.lab am 6. Juli 2007 in München. Allem voran: Das Hotel Sofitel Bayerpost München ist eine First-Class-Location für solche Veranstaltungen. Die Organisation, der Set und das Essen waren hervorragend. Kompliment an das VOK DAMS-Team!
Das Thema und die Ankündigung klangen vielversprechend:

„Lebenswelten, Events gehen in die 4. Dimension. Künstlich geschaffene Welten sind Trend.“

Wie man erfolgreich diese Lebenswelten für ein Unternehmen, die Marke, die Produkte oder Themen nutzt, sollten Experten in vier Stunden verraten. In Wirklichkeit haben die Referenten das Podium genutzt, um Ihre Produkte zu präsentieren. Kann ich nachvollziehen und akzeptieren (hätte ich genauso gemacht). Wie viele von den jeweiligen Präsentationen zum „Mitnehmen“ waren, kann nur jeder für sich entscheiden. Für mich waren es folgende Aspekte:

Die Leute von GALA machen Events, die nicht für Ihre Gäste sind, sondern für die, die nicht dabei sein dürfen, aber gerne dabei sein würden!

D.h.: Entgegen dem „Immer-mehr-Trend“ wird Begehrlichkeit durch immer weniger Gäste geschaffen. Künstliche Verknappung war schon immer ein taugliches Rezept für gute Geschäfte. Für diesen Mut wird das GALA-Management durch Erfolg der Celebrity-Zeitschrift belohnt.
Weiterhin hatte der Vortrag vom PR-Chef des Mercedes-Benz-Museums einen bemerkenswerten Schlüsselsatz in seinem Vortrag:

Das neue Museum wurde von innen nach außen geplant!

Form follows function fällt mir da ein. Dies bestätigt, dass man auch die Marke von innen nach außen planen bzw. führen sollte. Damit stünde Substanz im Marketing-Fokus und nicht die Show.
Bild.T-Online.de stellte noch seinen Avastar in Second Life vor. Das war nun nicht mehr besonders aktuell für mich und bot keine neuen Aspekte, bis auf die Frage:

Lohnt sich das eigentlich noch? Sind die Ziele bis heute erfüllt worden? Gab es überhaupt welche?

Ein verbaler Ausrutscher fuhr mir in die Glieder, als von der Bühne aus angekündigt wurde, wie man die CO2-Probleme durch Marketing lösen könnte!? Gemeint war, wie man die CO2- Problematik für das Marketing nutzen kann. Da war der Wunsch der Vater des Gedankens. Ich habe jedoch den Eindruck, dass CO2 als Thema auf die Marketing-Agenda gesetzt wird. (Solche Trendthemen hätten mich mehr interessiert als die Körnung des Sichtbetons des Mercedes-Benz Museums.)
Der Hidden Champion des Tages war allerdings das iPhone, das Monty Metzger von CScout dabei hatte. Eine Menschentraube belagerte ihn bzw. es und wollte sehen, fühlen und staunen. Nur telefonieren konnte das Hype-Phone noch nicht (warum auch?). Wie so oft haben solche Veranstaltungen einen willkommenen Zusatznutzen, nämlich die Kontakte und Gespräche zwischen den Programmen. Das VOK DAMS trend.lab war eine gelungene Veranstaltung in einer stilvollen Atmosphäre. Herzlichen Dank für die Einladung!

Nachtrag: “Die Bahn war super pünktlich, hin und zurück!”

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