
Starbucks in Europe in Google Earth (Gefunden bei marcelfahle.com)
Montag, 18.06.2007 im Deutschen Fachverlag in Frankfurt, die MarkenMacher. Den beeindruckenden Vortrag von Cornelius Everke über den Erfolg der Marke Starbucks kommentierte der dfv-Moderator mit den Worten: “Und das alles ohne Marketing!” Besser kann man die missverstandenen Veränderungen in der Marketing- und Kommunikationswelt nicht manifestieren. Ein Unternehmen investiert in den Store und das Konsumerlebnis statt in Anzeigenkampagnen. Eine Marke wird über Word of Mouth und PR statt über klassische Spots kommuniziert. Hallo, das ist alles Marketing und zwar vom Feinsten. Frau Sommer würde heute sagen, “Das ist die Krönung!”
Die Starbucks Expansion ist ein schönes Beispiel dafür wie Investitionen in Produkt, bzw. Produktumfeld werbewirksamer funktionieren als klassische Werbung, auch wenn Sie noch so kreativ ist.
Wenn mir vor 15 Jahren, als das Pfund Filter-Kaffee unter 10,– DM kostete, jemand gesagt hätte, dass man mit Kaffee aus Amerika, im Pappbecher und Plastikdeckel einen toten Markt revolutioniert, ich hätte das für einen schlechten Witz gehalten. Und dabei ist alles so einfach: “one cup, one guest, one store at a time”. Die Starbucks Experience erinnert mich stark an die Swatch-Erfolgsstory. Nicolas Hayek und Howard Schultz sind wohl aus einem besonderen Holz geschnitzt. Die beiden machen einem Mut!

Auch beim erneuten hören/Lesen des Ausspruchs kann ich mir das Grinsen nicht verkneifen. Es zeigt ganz deutlich wie das Marketing von der Werbung unterworfen wurde. ALlerdings gibt es für alle DInge einen Zenith und damit einen Wendepunkt. Unternehmen wären gar nicht besser beraten, wenn sie umgehend ihren Fokus auf Produktentwicklung, Service etc. verlagern. Gerade in Zeiten wie diesen kann man hervorragend damit punkiten. Ich sag nur Mundpropaganda. (bitte nicht verwechseln mit viraler Werbung)
“Wenn mir vor 15 Jahren, als das Pfund Filter-Kaffee unter 10,– DM kostete, jemand gesagt hätte, dass man mit Kaffee aus Amerika, im Pappbecher und Plastikdeckel einen toten Markt revolutioniert, ich hätte das für einen schlechten Witz gehalten.”
Fast noch heftiger finde ich die Coffee Tastings, die Starbucks veranstaltet, quasi die “Weinproben” für Kaffeeliebhaber. Hätte man jemandem vor 15 Jahren gesagt, dass man in einem Kaffeeladen eine Kaffeeverkostung auf eine so hochwertige Art und Weise präsentiert, wie man sie sonst nur von edlen Weinen kannte, hätten viele wohl eine extreme Überdosis Koffein für solche “Spinnereien” verantwortlich gemacht.
… auf der Terasse gab´s nur Kännchen! As time goes by.
In Zukunft dann wohl doch mit Werbung: http://www.off-the-record.de/2.....starbucks/
Literaturtipp zum Thema: Das Starbucks Geheimnis von Erich Joachimsthaler: http://www.amazon.de/Das-Starb.....038;sr=8-1