Design
Design

Reduce to the max (2)

Chrysler ist verkauft. Bevor der Smart nun auch noch verscherbelt wird, melde ich schon mal Interesse an dem “historischen” Slogan an. “Reduce to the max” hat für mich Non-plus-ultra-Status. Nein, nicht “Geiz ist geil”, auch nicht “Wer wird denn gleich in die Luft gehen” oder “Nicht immer, aber immer öfter!” ist mein Favorit.
“Reduce to the max” bündelt alle Bemühungen um Vereinfachung auf das Wesentliche (Simplify your Life, Simplexity, Effektivität, Effizienz etc.). “Reduce to the max” verdichtet das Zuviel an Information und die Datenflut zu einer einfachen Forderung an die Verursacher des Overkills: “Macht es einfach, aber nicht banal!”.
Beim Smart hat das Konzept nicht wirklich zum Slogan gepasst bzw. umgekehrt. Liebe Daimler(-Benz) AG, bitte spendet den Slogan an die Werbewirtschaft. Es wäre für einen guten Zweck!

Tipp: Ein Besuch des Blogs von Dr. Nils Hafner, Leiter CRM Master an der Hochschule in Kreuzlingen lohnt sich in dem Zusammenhang!


Verwandte Beiträge

2 Kommentare

  1. [...] Aufgabe und Herausforderung – trotz persönlich chronisch fallender Zylinderzahlen ;-) .  „Reduce to the max“ war nicht nur ein Werbeslogan, sondern das Motor-Programm und Lastenheft [...]

  2. Ralf Kaufmann sagt:

    „Reduce to the max“

    Falls es zu einer Auktion kommt, wäre auch ich unter den Bietern!
    Ihre Begeisterung („Non-plus-ultra-Status“, toller Begriff) kann ich voll teilen.
    „Vorsprung durch Technik, „Freude am Fahren“ oder ähnliche automobile Überschriften sind demgegenüber vergleichsweise schlichte Aussagen (aber erstaunlich erfolgreich).

    Die Power-Botschaft „Reduce to the max“ entfaltet ihre authentische Wirkung am eindruckvollsten, wenn man sie im ursprünglichen und originalen Umfeld einsetzt – im Zusammenhang mit der Fahrzeuggruppe smart, einem Unternehmen der Daimler AG.

    Der pfiffige Fahrzeuggesamtentwurf des smart-fortwo mit längs versetzten Sitzen (Ellbogenfreiheit bei minimaler Gesamtbreite), Suprex-Motor (s.o.), revolutionärer Sicherheitszelle („Nussschale“), … und dies alles in einer Kompaktheit, die auch nach 10 Jahren (!) von keinem Wettbewerber erreicht wird, untermauern den Kultstatus.

    Schlüsselbegriffe wie „Downsizing“ (Basiskonzept der smart-Motoren) spiegeln ebenso die geniale Ambivalenz und inhaltliche Spannung wie der Super-Slogan selbst und untersteichen ihn nachhaltig.
    Weniger hilfreich ist der Versuch, in epischer Überhöhung neue Zusammenhänge zu konstruieren um dann festzustellen, dass dieser „Overkill“ irgendwie nicht mehr zum smart-fortwo-coupé passen soll.
    Sehr gut gefällt mir das „Verdichten des Zuviel“, „Effizienz“ oder „Bemühung um Vereinfachung“.

    Abschließend fällt mir dazu ein Ausspruch Einsteins ein:
    „Man sollte alles so einfach wie möglich machen – aber nicht einfacher!“

Beitrag kommentieren