Auftraggeber
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Wie würden Sie entscheiden? (2)

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Auch wenn ich kein Entscheidungstheoretiker bin, hält mich das nicht davon ab, einen Beitrag zur Entscheidungskultur in der Werbung zu verfassen. Wenn Sie jetzt mit Recht fragen: “Welche Entscheidungskultur?”, dann gebe ich sofort nach und schreibe weiter über die “Ablehnungskultur” in Werbe-Deutschland. In der Tat ensteht schon mal der Eindruck, dass Kontakter und Kunden morgens wach werden und sich überlegen, was sie heute ablehnen können. Im aktuellen Podcast vom Werbeblogger spricht Bernd M. Michael die hohe Frustrationstoleranz an, die wir für unseren Job brauchen, weil z.B. drei Monate harte Kreativ-Arbeit mal schnell vom Kunden vom Tisch gefegt werden, wenn´s nicht gefällt. Um auf solche Enttäuschungen in Zukunft besser vorbereitet zu sein, gebe ich hier drei Entscheidertypen preis, die sich im Business identifizieren lassen:
1. Der strategische Entscheider; entscheidet nach Zielvorgabe und relativ rational
2. Der opportunistische Entscheider; orientiert sich am Wettbewerb
3. Der leidenschaftlich-emotionale Entscheider; “Mein Bauch sagt mir, …”

Sind wir nicht von allem ein bisschen (mehr oder weniger)? Hier meine Empfehlung: Für den ersten Typ müssen Sie sein Briefing lesen. Für den zweiten das Briefing des Wettbewerbers kennen und für den dritten Typ legen Sie das Briefing am besten zur Seite und gehen mit ihm ein Bier trinken.
Oder Sie reden beim Bier über das Briefing des Wettbewerbers und schreiben gemeinsam ein eigenes Briefing. Wenn das nicht funktioniert, testen Sie Ihre Präsentation vorab agenturintern mit dem Decision Maker (siehe oben) ab 3.76 EUR bei Abnahme von 1350 Stück!
Bonne Chance!

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2 Kommentare

  1. Kurt Schäfer sagt:

    Ich erweitere die Fragestellung: Wer dieser Typen ist eigentlich ein Unternehmertyp?
    Typ 1 ist eher Erfolgstyp als Unternehmertyp.
    Typ 2 ist Looser-Typ, der den Schutz der Kaste sucht und erhält.
    Typ 3 ist Unternehmertyp, aber nicht immer Stratege.
    Die beste Mischung wäre der passionierte Unternehmertyp(3)mit der Coolheit des ethosfreien Karrieristen (1), der weiss, was der Mehrheits-Rest macht (3), aber dem nicht folgt.
    Was mir Sorgen macht, ist der Umstand, dass die zur Zeit einzige umfassend funktionierende Weltreligion – die Börse – Liturgien mit sich bringt, die ihrerseits zu einer Obrigkeitsgläubigkeit geführt haben, die es wahrscheinlich seit den 40iger Jahren des letzten Jahrhunderts nicht mehr gegeben hat.

  2. Kurt Schäfer sagt:

    Korrektur:
    Nach ” … Mehrheits-Rest macht” gehört eine 2(ZWEI)in die Klammer. Sorry

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