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Gott 2.0 im Interview (3)

Philip Rosedale, Schöpfer von SecondLife, gibt ein Interview in der aktuellen Ausgabe von VANITY FAIR. Er stellt darin klar, dass das Programm noch nicht oma-kompatibel ist. Als Physiker hat er ein soziologisches Labor erschaffen. Er selbst will aber kein Philosoph sein. Seine zweite Welt kommt mit sechs Regeln aus – waren es bei Moses noch 10, brauchen wir heute in Deutschland alleine 5.000 Gesetze und 40.000 Normen (ohne Länder- u. EU-Recht).
Ich war anfangs auch skeptisch, ob die Zeitschrift das Zeug zum Überleben hat. Diese Ausgabe Nr. 12 ist jedenfalls ihre 2,– Euro wert – und das nicht nur wegen des Interviews über SecondLife. Nein, auch wegen Demi Moore, Berichte über die Revolution der Web-Regisseure und Robert Hoyzer, der endlich ins Gefängnis will, lohnt sich das Heft. Wussten Sie übrigens, dass David Beckham 15 Millionen Euro von einem US-TV-Sender bekommen soll, wenn sein Umzug von Madrid nach L.A. zu einer zehnteiligen Reality-Show verarbeitet werden darf? Nicht von dieser Welt, oder? Genug der Werbung für ein Offline-Medium, das gar nicht so old-schooled daher kommt.

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3 Kommentare

  1. [...] Text Sport New Media kreativität Hochschule Mannheim Gestaltung Aufmerksamkeit agenturauswahl Beendet Allensbach den Second Life Rausch? Patrick Breitenbach am 23.04.2007 Die Wirtschaftswoche berichtet über eine Studie desAllensbach-Institutes zum Thema Second Life. Die Umfrage sollte prüfen, inwieweit der ganze Medientrubel und die Vorhersagen des Gott 2.0 und Linden Lab Geschäftsführers Philip Rosedale die halbe Welt werde in 5 Jahren in Second Life dauerhaft aktiv sein, wirklich niet- und nagelfest sind. [...]

  2. Susanne Hollmann sagt:

    Habe kürzlich auf Phoenix eine gute Reportage über den High-Tech-Wahn unserer Gesellschaft gesehen. Tenor des Beitrages: Wir merken gar nicht mehr, wie viel Zeit uns High-Tech-Produkte im Besonderen und das Computer-Imperium im Allgemeinen eigentlich kosten. Da haben zum Beispiel angehende Produkt-Designer 15 Minuten gebraucht, um eine elektronische Personenwaage nach Bedienungsanleitung “zum Laufen” zu bringen. Nicht weniger zeitintensiv verlief der Selbsttest mit Navigationssystemen. Hm, also … wenn AEC-Schalter auf rot steht, Funktionstabulator aktivieren oder so. Und dann waren da noch die Fischerwerke, ein Automobilzulieferer, deren Chef den einst hochtechnisierten, vollautomatisierten Produktionsbetrieb in die Steinzeit zurückversetzt hat: Sämtliche Roboter wurden abgeschafft, jetzt stehen wieder Menschen am Band, in Glasröhrchen werden je nach Arbeitsfortschritt lustige, bunte Kügelchen geworfen, ein ausklappbares Haltestellenschild signalisiert dem Staplerfahrer, wo er welche Palette mitnehmen soll, und die gute alte Plantafel mit farbigen Reitern und Karten ist der organisatorische Herzschrittmacher der Fertigung. Das Schild (physischer Vorgänger von LED & Co.) und der Zettel (antiker Vorbote der EMail) kommunizieren hier tatsächlich, man will es gar nicht glauben. Aber der Firmenchef versichert, dass der Betrieb seit der Abschaffung der Roboter wesentlich effizienter arbeite und sowohl personell als auch technisch mit deutlich weniger Ausfällen zu kämpfen habe. Faszinierend, oder? Von Second Life weit und breit keine Spur! Da hat also einer erst mal wieder sein First Life in Ordnung gebracht. Technik, die Zeit kostet, muss weg. Erst mal die Realität angehen, dann das Virtuelle. Machen statt chatten. Kommunizieren statt mailen. Lustige Idee, findet ihr nicht? Hat Mister-Second-Life Philip Rosedale einfach viel zu viel Frei-Zeit? Haben wir vielleicht alle viel zu viel Zeit (und chronische Uncoolness), um zuzugeben, dass wir unser Business im Prinzip gezielt mit elektronischer, virtueller Luft aufpumpen, bis wir vor Wichtigkeit platzen? Ich schlage vor: Nach dem Second Life sollte es als evolutionäre Weiterentwicklung des menschlichen Intellekts ein Third Life geben, in dem reale Menschen, wenn sie reale Zeit übrig haben, in realen Gummistiefeln reale Gartenarbeit verrichten oder so. Vielleicht hilft´s.

  3. Dieter Schneider sagt:

    Zum Thema Zettel und e-mail: http://www.werbeblogger.de/200.....hon-email/
    Aber du hast recht, die Zeit ist der limitierende Faktor im Web 2.0. Vielleicht liegt´s am schlechten Zeitmanagement?

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