Kapitalismus ade. Die subversive Kraft des Web 2.0

Dieter Schneider am 5.12.2006

Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Thomas Friedrich. Friedrich lehrt Philosophie und Designtheorie an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Mannheim. Dort leitet er das Insititut für Designwissenschaft.

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Der Philosoph Theodor W. Adorno schrieb einmal sinngemäß, man solle erst dann von einer Revolution sprechen, wenn gesellschaftliche Änderungen die herrschende Ökonomie betreffen. Nimmt man diesen Maßstab ernst, dann bewirkten die Medienentwicklungen des 19. und 20. Jahrhunderts keine Revolutionen, denn das Grundprinzip privatwirtschaftlicher Profitmaximierung als Zweck ökonomischen Handelns blieb durch sie unangetastet.

Dadurch bewirkten die bisherigen Medienentwicklungen lediglich innerkapitalistische Rationalisierungsschübe. Mit dem Web 2.0 allerdings könnte sich zum ersten mal eine Medienrevolution einstellen, die diesen Namen auch wirklich verdient.

Ich möchte kurz an die Anfangszeit des World Wide Web erinnern. Philosophen wie Vilém Flusser und Jürgen Habermas haben in den späten 80er Jahren des letzten Jahrhunderts das Internet als Möglichkeit zur Verwirklichung wahrer Demokratie gefeiert. Endlich wäre die Möglichkeit eines Mediums gegeben, das die alte Forderung erfülle, dass der Empfänger zugleich auch aktiver Sender sein könne. Bert Brecht hatte dies in seiner Radiotheorie bereits zwischen 1927 und 1933 gefordert. Auch Hans Magnus Enzensberger hat mit seinem Schlachtruf „Alle Macht der Super 8“ in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts dafür plädiert, dass auch beim Medium Film jedermann nicht nur Konsument, sondern auch Produzent sein solle.

Nicht nur Flusser und Habermas, sondern auch Anarchisten, deren Hauptanliegen eine gesellschaftliche Ordnung ohne staatliche Zentralgewalt war, sahen nun im Internet ein Instrument für die erstmalige Realisierung ihrer Utopie.

Doch nach dieser Euphorie in der Entstehungszeit des neuen Mediums stellte sich schnell eine gewisse Nüchternheit ein, weil nur wenige das Netz so nutzten, wie die Theoretiker es prophezeiten. Lediglich der schnelle Austausch von E-Mails wurde massenwirksam, ansonsten entstand nur eine weitere Werbe- und Bestellplattform für Produktanbieter, die schnell merkten, dass man als Firma im Internet vertreten sein musste, um nicht niederkonkurriert zu werden. Auch inhaltlich wurden die Höhenflüge der Netzapologeten, die sich radikale gesellschaftliche Veränderungen vom Netz erhofften, erstmal enttäuscht: Die hohe Anonymität im Netz wurde vor allem genutzt, um Pornoseiten anzusehen.

Nun wird aber jedes neue Medium zuerst wie die alten benutzt und es dauert eine gewisse Zeit, bis das Spezifische des jeweils neuen Mediums erkannt und realisiert wird. Und momentan habe ich den Eindruck, dass das Internet als Web 2.0 langsam zu sich selbst findet. Die oben genannten Theoretiker des Netzes lagen mit ihrer Euphorie gar nicht falsch, sie hatte hohe prognostische Qualität und wird heute durch die aktuellen Webphänomene wie Chatrooms, Blogs (von: weB und LOGbuch), Vlogs (von: Video und LOGbuch) und Wikipedia auch empirische Realität.

Was durch diese letztgenannten Phänomene entsteht, ist eine neue Art von Kultur, die nicht mehr Kulturindustrie im Sinne einer für die Massen produzierten Kultur ist, sondern eine, die von den Massen selbst kommt. Wie in früheren Zeiten zum Beispiel die Volksmusik – nicht zu verwechseln mit der volkstümlichen Musik, das ist die kulturindustrielle Variante davon – entsteht im Internet heute wieder eine Kultur von unten, die sich allerdings in zwei Punkten von älteren Formen einer Kultur von unten unterscheidet: Sie fußt auf dem neuesten Stand der Technik und sie ist nicht Lokal- sondern Globalkultur.

Im Aufsatz „Résumé über Kulturindustrie“ von 1963 schrieb Theodor W. Adorno, dass Kulturindustrie als Kultur für die Massen dadurch bestimmt sei, dass sie durch und durch als Ware angelegt sei und nicht nur auch die Form der Ware hätte. Sieht man sich nun die Motivationen an, die zu den aktuellen Formen der Web 2.0-Kultur von den Massen führen, merken wir schnell, dass bei dieser Art der Kulturproduktion und -rezeption in der Tat nicht das Geschäftsinteresse an erster Stelle steht. Arbeitet zum Beispiel jemand an einem Lexikonartikel von Wikipedia mit, dann tut er das nicht, um damit seine Existenz zu sichern oder reich zu werden, sondern weil ihm auffällt, dass bei einem bestimmten Wikipedia-Lexikonartikel von den früheren Mitschreibern ein Aspekt noch gar nicht berücksichtigt wurde, den er für relevant hält. Weil er sich inhaltlich zu diesem speziellen Thema gut auskennt, ergänzt er den Lexikonartikel. Diese Art der Wissensvermehrung dient primär der jeweiligen Sache und nicht dem Geschäft. Der Gebrauchswert, das Nicht-Identische, das Nichtaustauschbare des jeweiligen Lexikonbegriffs wird damit gesteigert. Dass eine solche Gebrauchswertsteigerung auch eine Tauschwertsteigerung bringen könnte, ist dabei nicht Motiv des Handelns.

Um diese Web 2.0-Kulturphänomene zu beschreiben, taugen die Kategorien „Werk“ und „Autor“ nicht mehr. Ein Werk impliziert Geschlossenheit und Einheit, die beide durch den Autor gewährleistet wurden. Das Beispiel Wikipedia machte schon deutlich, dass es dort weder ein geschlossenes Werk gibt, noch einen einheitlichen Autor. Unbegrenzt viele Produzenten schreiben an jeweiligen Lexikonartikeln zu Begriffen, die schon deswegen unabschließbar sind, da sie historischen Veränderungen unterliegen. Autor und Werk waren nie nur rein ästhetische Kategorien zur Beschreibung kultureller Phänomene, sondern dienten auch im ökonomischen Bereich dazu, Leistungen und ihre jeweilige Bezahlung in den Griff zu bekommen. Als Autor erhält man traditionell ein Honorar, das in Werkverträgen festgelegt wird. Bei der Web 2.0-Kultur gelingt nun Leistungsberechnung und damit die Honorarberechnung mit diesen Kategorien nicht mehr. Da nun, wie ich oben bereits aufgezeigt habe, bei der Web 2.0-Kultur von unten das Geschäftsinteresse als Motiv des Mitmachens nicht entscheidend ist, wird die Unmöglichkeit einer Honorarberechnung gar nicht als defizitär erlebt.

Und ist es nicht so, dass Wissensbildung letztlich immer schon nach der Logik von Wikipedia funktioniert hat? Ein Wissen ist erst dann ein solches, wenn es zugänglich ist. Weiterhin ist es offen, viele Menschen arbeiteten bereits an ihm, und werden an ihm in Zukunft arbeiten. Das Web 2.0 ist gleichsam das wissensadäquate Medium. Während Wissen zum Beispiel noch im Mittelalter einer kleinen Elite von Mönchen vorbehalten blieb, galt seit der Neuzeit die Tendenz, Wissen allen zugänglich zu machen.

Und jetzt komme ich nochmal auf die Ausgangsthese zurück, dass möglicherweise das Web 2.0 eine Medienrevolution ist, die diesen Namen wirklich verdient und zwar deswegen, weil nicht nur die ökonomischen Nebenkategorien „Autor“ und „Werk“ und damit verbunden „Honorar“ zur Beschreibung dieser Phänomene nicht mehr angemessen sind, sondern möglicherweise die ökonomische Hauptkategorie „Privateigentum“ aus den Angeln gehoben wird. Geht man davon aus, dass das Web 2.0 Leitmedium der Zukunft sein wird und damit auch die anderen Medien nach seiner Logik neu transformiert werden, dann sollte man die subversive Kraft des Web 2.0 nicht unterschätzen.

Das Internet hat heute zwei Tendenzen, erstens wird es ganz altmodisch als schnelle Bestellplattform für Waren unterschiedlicher Art genutzt, unter Wahrung der alten ökonomischen Kategorien: ein Produzent bietet etwas und ich als Konsument bezahle dafür. Diese Logik gilt für die „alten“ Medien auch. Bei der webspezifischen Verwendungsweise, wie sie die Web 2.0 Phänomene darstellen, bin ich dagegen Produzent und Konsument zugleich. Ich arbeite selbst zum Beispiel bei bestimmten Wikipedia-Lexikonartikeln mit und sehe deswegen gar nicht ein dafür zu zahlen. Ich schalte mich in irgendwelche Foren ein, die zum Beispiel Hinweise geben, wie man sein Auto vor Marderbissen schützt und gebe dann meine eigenen Erfahrungen zu diesem Sachverhalt weiter, freilich ohne Honorarforderung.

Entscheidend ist, dass die Logik der Wissensbildung im wissensadäquaten Medium Web 2.0 nicht mehr nach der Identitätslogik verfährt, sondern eher akkumulativ funktioniert. Wenn nun heute im modernen Marketing vermehrt die Frage gestellt wird, wie das Verhältnis von Web 2.0 und Marke ist, stimmt eines sicher: Marken, Corporate Design und Corporate Identity funktionieren nach der alten Identitätslogik. Die im globalisierten Kapitalismus sich stark erhöhende ökonomische Konkurrenz nötigte den Firmen vermehrt eine verschärfte Identitätsbildung auf, schon allein deswegen, um in der Warenflut vom potentiellen Kunden überhaupt noch als Einheit wahrgenommen zu werden. Der Widerspruch zwischen Markenlogik und Web 2.0-Logik könnte größer nicht sein.

Ökonomisch gesprochen, wollen die aktuellen Marketingfachleute das Web 2.0 im privatwirtschaftlichen Sinne für Geschäftszwecke nutzen, obwohl, wie ich aufgezeigt habe, das Netz nach einer anderen Logik funktioniert.

Ich sehe nun zwei Möglichkeiten. Einmal könnte die heute völlig unproblematische Allianz von Ökonomie und Politik dazu verwendet werden, durch Gesetzgebung, das heißt mit Staatsgewalt die alten kapitalistischen Kategorien „Privateigentum“, „Autor“, „Honorar“, „Werk“ usw. dem Web 2.0 überzustülpen. Mit dieser Zwangsjacke würde versucht werden alle transzendierenden, subversiven und radikaldemokratischen Kräfte des Netzes zu bändigen. Das wäre die langweilige Version.

Vielleicht ist aber auch die subversive, radikaldemokratische Kraft des Web 2.0 stärker als es den Gesetzgebern recht ist. Dann könnte das Web 2.0 als Leitmedium zu einem neuen Verständnis von Demokratie, Wissen und Kommunalität in globaler Dimension führen, das dazu beiträgt die aktuelle privatwirtschaftliche Ökonomie, die bezogen auf die Versorgung der Weltbevölkerung mit Gütern sich ohnehin als ein völlig untaugliches Mittel erwiesen hat, endlich abzulösen. Gefunden werden muss ein gesellschaftliches Modell, das jenseits der ehemaligen staatssozialistischen und aktuellen kapitalistischen Kategorien zu begreifen ist. Vielleicht gibt uns das Web 2.0 und seine Logik dazu einen Leitfaden.


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18 Kommentare zu “Kapitalismus ade. Die subversive Kraft des Web 2.0”

  • Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Suversives Web 2.0 - ein philosophischer Ansatz am 5. Dezember 2006 um 16:31 Uhr

    [...] Prof. Dr. Thomas Friedrich (Hochschule Mannheim) hat einen exklusiven Beitrag in unserem Buenalog veröffentlicht: Kapitalismus ade. Die subversive Kraft des Web 2.0. Mal wirklich ein anderer Ansatz um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Am Ende wird auch auf Marketing im Web 2.0 eingegangen: Wenn nun heute im modernen Marketing vermehrt die Frage gestellt wird, wie das Verhältnis von Web 2.0 und Marke ist, stimmt eines sicher: Marken, Corporate Design und Corporate Identity funktionieren nach der alten Identitätslogik. Die im globalisierten Kapitalismus sich stark erhöhende ökonomische Konkurrenz nötigte den Firmen vermehrt eine verschärfte Identitätsbildung auf, schon allein deswegen, um in der Warenflut vom potentiellen Kunden überhaupt noch als Einheit wahrgenommen zu werden. Der Widerspruch zwischen Markenlogik und Web 2.0-Logik könnte größer nicht sein. (…) Ich sehe nun zwei Möglichkeiten. Einmal könnte die heute völlig unproblematische Allianz von Ökonomie und Politik dazu verwendet werden, durch Gesetzgebung, das heißt mit Staatsgewalt die alten kapitalistischen Kategorien „Privateigentum“, „Autor“, „Honorar“, „Werk“ usw. dem Web 2.0 überzustülpen. Mit dieser Zwangsjacke würde versucht werden alle transzendierenden, subversiven und radikaldemokratischen Kräfte des Netzes zu bändigen. Das wäre die langweilige Version. [...]

  • Tim Keil am 5. Dezember 2006 um 18:13 Uhr

    Ein extrem interessanter Artikel. Und obwohl wir oftmals dazu neigen kurzfristige Effekte zu über- und langfristige Wirkungen zu unterschätzen, glaube ich auch, dass die sozio-ökonomischen Effekte enorm sein werden.
    Übrigens eine interessante Ergänzung zum Longtail Phänomen. Richtig spannend wird es sicherlich, wenn ich als Individuum durch diese Web 2.0 Entwicklungen keine Referenz mehr habe was gesellschaftlich und kulturell in der Masse akzeptiert ist. Worüber soll ich mich z.B. mit Leuten unterhalten, wenn ich nicht mehr weiß worüber sich Leute unterhalten?

  • Chat Atkins am 6. Dezember 2006 um 10:09 Uhr

    Medienrevolutionärer Beitrag … … dort im Buenalog – und wirklich gut geschrieben noch dazu

  • Dominik am 11. Dezember 2006 um 16:24 Uhr

    Ich lese nicht wirklich viel neues, ausser jemand der sich argumentativ zu einer conclusio versteigt. Nennt man das prophetische Philosophie?

  • Frank am 23. Dezember 2006 um 12:20 Uhr

    Im obigen Artikel wird wieder einmal ein neuer Hype postuliert –
    als ob gerade diese Technologie einen besonderen Fortschritt
    begründet.
    Demokratischer Austausch, im Sinne des obigen Artikels, war schon
    über uucp, den Vorläufer der Email, vor etlichen Jahren ermöglicht.
    Auch ist diese Art Demokratie ein zweischneidiges Schwert –
    einerseits grenzenloser Informationsaustausch, zum Anderen keinerlei
    Garant für deren Qualität und Authentzität, ein Problem, das immer
    wieder die Diskussion um Wikipedia bereichert.

  • Gudrun am 27. Dezember 2006 um 01:31 Uhr

    Ich brauche weder Werbung, noch WEb 2.0 um mich mit Leuten über Dinge auszutauschen. Vielleicht sollte sich der Autor eher mal in seinem eigenen Umfeld umsehen, denn da kann es ja durchaus sein, dass Ideen und Meinungsausstausch unerwünscht sind. Revolutionär wäre wirklich, wenn sich Rassismus und Frauenfeindlichkeit durch das Web 2.0 auch beseitigen liessen. Aber auch da sollte er wohl besser mal vor seiner eigenen Haustür fegen. Ich bin mir sicher, dass es an der gesamten Hochschule für Gestaltung nicht einen Prof. gibt, der lernwilligen Studente erklären würde, wie das Web 2.0 funktioniert, geschweigedenn, dass es eine Vorlesung dazu gibt. Denn die oberkapitalisten Schweine interssieren sich nen scheissdreck dafür wie normal Student zu seiner Qualifikation kommt.

  • Patrick Breitenbach am 27. Dezember 2006 um 10:29 Uhr

    @gudrun: Dr Wissenstransfer ist ein allgemeins Problem an Hochschulen, liegt aber nicht ausschließlich in der Schuld der Lehrenden. Ich habe vor kurzem ein Feature dazu im Deutschlandradio gehört. In vielen Studiengängen (z.B. Jura) wird der Wissenstransfer nicht nur NICHT gefördert sondern ganz bewusst durch Mitstudenten gebremst. Seiten werden herausgerissen und Bücher verstellt.

    Vielleicht sollten die Studenten erst einmal lernen mit Wissen umzugehen und es auch zu teilen. Im Übrigen könnten viele Dozenten wohl selbst eine Vorlesung zum Thema Web 2.0 oder ganz allgemein Medienkompetenz gebrauchen.

    Im Übrigen, entschuldige dass ich das so drastisch sage, ist dein letzter Satz ziemlich menschenfeindlich (mindestens genauso schlimm wie frauenfeindlich) “Die oberkapitalisten Schweine” – Wer das auch immer sein mag. Genau dieses “über einen Kamm scheren” ist das erste Anzeichen für so Phänomene wie Rassismus und Faschismus.

  • Gudrun am 27. Dezember 2006 um 20:56 Uhr

    @Patrick
    Ja wie soll man den Menschen sonst bezeichnen, die alles erreicht haben, was es zu erreichen gibt und trotzdem Lügen und Betrügen dass es nur so kracht. Ich bin 100% davon überzeugt dass es jeder Kanake hier in Deutschland schwer hat. Da bringt nur so ein Web 2.0 garnichts, weil die Leute nämlich Angst haben so etwas auszusprechen. Und dann kassieren die auch noch Studenten mit 500 € pro Semester ab, ausgerechnet die, die Jahrzehntelang von einem System profitiert haben wo auch das Zweitstudium noch gratis war. Aber dann bitte Kanakenfrei! Seien wir doch ehrllich, die Leute, die es nötig hätten zu hinterfragen, die lässt man nicht, so läuft es eben hier in Deutschland.

  • Kapitalismus ade. Die subversive Kraft des Web 2.0 at ogeeBloggin’ am 30. Januar 2007 um 22:21 Uhr

    [...] Kapitalismus ade. Die subversive Kraft des Web 2.0 [...]

  • Buenalog » Blog Archiv » Reception is Reality? am 15. Februar 2007 um 21:50 Uhr

    [...] Sport podcast Gestaltung design CorporateDesign Branding konvergenz Deutschland Corporate Blog Reception is Reality? Dieter Schneider am 15.02.2007 Ein Gastbeitrag von Kurt Schäfer: Werbephilosophie „Reception isReality“ ist ein so typisch amerikanischer Satz, dass man alleine aus allgemeiner Lebens-Erfahrung vermuten darf, dass er operativ richtig und geistig falsch ist. Erst die Amerikaner, jetzt die ganze globalisierte Welt haben es dazu gebracht, dass der Anschein das Sein dominiert – und haben sich im Fall der Werbebranche wenigstens noch ein Feld ausgesucht, bei dem man am ehesten augenzwinkernd drüber hinwegschauen kann. Trotzdem hat sich einiges in den letzten Jahrzehnten qualitativ verändert. Früher war Werbung dazu da, die Realität einer Marke zu unterstreichen. Heute ist Werbung dazu da, die Realität einer Marke durch Rezeption zu ersetzen und das dann Realität zu nennen. Ich erinnere mich, dass früher die besonders seriösen Kaufleute gegen „Reklame“ waren, weil ihr Produkt doch gut war. Ihnen wurde allenfalls das „Klappern gehört zum Geschäft“ entgegengehalten. Heute spielt die authentische „Reality“ der Waren und Dienstleitungen allenfalls im PR-Sinne oder juristischen Sinne eine Rolle – Stichworte: Stiftung Warentest und Produkthaftung. Das heißt: Die Reality des Produktes wird von außen besetzt, die Reception von innen forciert. [...]

  • nicozorn.com - ein Marketing-Weblog » Archiv » Web 2.0 - Angriff des Markenkillers? am 26. Februar 2007 um 23:31 Uhr

    [...] Der Artikel (Printversion) endet mit einem Zitat von Prof. Dr. Thomas Friedrich aus einem Gastbeitrag im Buenalog: Der Widerspruch zwischen Markenlogik und Web 2.0-Logik könnte größer nicht sein. [...]

  • Julian FItz am 15. März 2007 um 11:04 Uhr

    Ich kann dem ansatz von Hr Schneider nur zustimmen und ich glaube auch dass es in einem fuer Kulturelleverenderungen shr kurzem Zeitraum, fileicht 50 oder 60 Jahre so kommen wird.
    @Gudrun

    1. Zu einem unbeschrengten Informationsaustausch gehoert immer auch der Austausch ueber oder im sinne von radikalen Ansetzen, da so zimlich jeder denkbare Ansatz irgendwann einmal radikal war, ist oder seien wird. aber es gehoert ebenso dazu dass leute wie du dazu fschistisch anmutende Kommentahre geben.

    2. Wass dengst du denn,wie mann in unserer Gselschaft etwass ereicht? Bestimt nicht durch Nextenliebe

  • Rudolf am 1. Juni 2008 um 13:12 Uhr

    Hallo, danke für den eingängigen Artikel.

    Das Internet hat tatsächlich etwas subversives. Und ich denke die Politik ist sich dessen durchaus bewusst. In breitem Maße können Menschen und Firmen, kluge Köpfe und Politiker denunziert werden. Von Schäuble gibts den Fingerabdruck mitsamt Bauanleitung auf YouTube, CDU Politiker bekommen in Norddeutschland Werbeanrufe von morgens bis abends weil sie auf Spamlisten gesetzt wurden, Bombenbastel-Anleitungen für Jedermann und jederzeit abrufbar.. usw..
    Ich kann nur jedem dringlichst empfehlen so wenig wie möglich persönliche Daten ins Internet zu stellen.

    Wenn es in Zukunft so etwas wie Anarchy geben sollte, wird sie wohl vom Internet ausgehen.

    Gruß,

    Rudi

  • Ferdinand Kohl am 28. Juni 2008 um 07:10 Uhr

    Wenn ihr nicht via Handy überwacht werden wollt: Kauft euch ne SIM-Karte und meldet sie auf euern Nachbar oder auf eure tote Oma an.. hab ich auch so gemacht und ruh ist.

  • Werner Dörr am 2. Juli 2008 um 14:43 Uhr

    Interessant.wenn euch jemand auf die Nerven geht, dann googlet mal gewinnspiel.de und schickt ihn drauf!!

  • Diettrich am 8. Juli 2008 um 16:41 Uhr

    vor allem geht auch die abmahnerei schwer an die Nerven. Ich wundere mich das sich das so viele gefallen lassen. MFG

    Werner Dörr
    Marktstraße 14
    Münchener Freiheit
    80802 München

    Fon
    49 (0)89 59 60 87

  • Peter Malmham am 9. Juli 2008 um 02:51 Uhr

    schöner blog!

    test

  • Hannes’ Blog » Some Links | Gedankenstücke am 15. November 2009 um 02:53 Uhr

    [...] Artikel im Buenalog über das Ende des Kapitalismus zugunsten des Web 2.0 – Gedanken. Vielleicht eine etwas [...]


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