
Immer wieder tauchen in unserer Gesellschaft Werbeslogans auf, die scheinbar nur in englischer Sprache funktionieren (unter anderen hat sich die Tagesschau jüngst dem Thema angenommen) – aber werden sie auch richtig verstanden? Ein gutes Beispiel ist der Slogan von Douglas (“Come in and find out”), der einprägsam ist und harmonisch klingt, der aber mit “Komm rein und find auch wieder heraus” falsch übersetzt wurde. Warum also überlegt man sich Slogans, die die Gefahr in sich birgen falsch verstanden zu werden? In der Werbung achtet man gezielt auf interkulturelle Kommunikation – dabei werden Farbbedeutungen, die Körpersprachen von Models und ähnliches beachtet – aber warum werden Slogans nicht in der entsprechenden Landessprache veröffentlicht? Klingt Deutsch nicht “hip” genug? Teilweise wird auch Denglisch verwendet um scheinbar wenigstens teilweise hip zu klingen wie bei dem Slogan “This is your Heimspiel”. Das am wohl häufigsten verwendete Wort in Werbesprüchen und sogar Logos ist der Zusatz “and more”; dabei bleibt in 99% der Fälle die Frage offen, worum es sich bei dem “mehr” eigentlich handelt. Wenn man mal nachfragt wofür der Zusatz &more (der wahlweise in englischer oder deutscher Sprache verwendet wird) eigentlich steht bekommt man nicht immer eine schlaue Antwort. Beispielsweise hängt beim Christbaumverkäufer um die Ecke über den zahlreichen Christbäumen ein großes Banner mit der Aufschrift “Christbäume und mehr”. Bei der Frage, was es denn außer Bäumen noch zu kaufen gäbe fängt der Verkäufer an vor sich hin zu stammeln: “… naja das mehr steht halt für freundliche Beratung oder so …”
Denglisch & more (6)
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Beim lesen der Ergebnisse der Untersuchung zum Verständnis der englischen Slogans auf diversen Internetseiten (z.B. tagesschau, spiegel) ist mir neben den echten Brüllern wie “Leben in Georgien” vor allem adidas aufgefallen. Das englische „Impossible is nothing“ muss gar nicht richtig übersetzt werden, ja es darf ja gar nicht richtig übersetzt werden, denn die Orginalübersetzung: “Nichts ist unmöglich” ist doch Toyota (dachte ich zumindest bis jetzt). Bin ich nun in der Lage den englischen Slogan richtig zu übersetzen, muss sich mir ja der Verdacht des “ausleihens” eines alten Slogans auftun, oder hat adidas jetzt was mit Toyota zu tun?
Ich finde es zwar amüsant, wenn ich mir die Übersetzungen der Werbebotschaften anschaue, wenn man aber ehrlich ist, bezweifle ich, dass die meisten die Slogans richtig übersetzt hätten (mich eingeschlossen)!
Ein weiteres Beispiel schöner neuer Deutsch-englischer Wortkombinationen ist das schöne neue deutsche Wort “Weihnachts-Jammen” (nicht zu verwechseln mit Weihnachts-Jammern!), welches heute an oberster Stelle der Einträge im buenalog steht. Ob das richtig verstanden wird oder nicht? Ich bitte um Antworten …
“Weihnachts-Jammern” finde ich großartig. Das beginnt aber meist schon im August http://www.werbeblogger.de/200.....ihnachten/
und endet dann so an Heilige 3-Könige.
…und hört sich immer noch besser an als z.B.: “christmas-hemmung” (wenn man die Übersetzung allzu wörtlich nimmt)
Ja, die Endmark-Studie 2006 ist wie die von 2003 ein unterhaltsames Stück Lektüre. Ich sage nur “Leben in Georgien” ;-)
(Übrigens ist im Kommentar von uli ein Link nicht geschlossen, was zur Folge hat, dass im Firefox der Kommetarbutton auf dict.leo.org verweist … :-) )
Ha, durch meinen Kommentar geht es wieder. Tja, die Webdesigner … ;-)
Ich finde es eigentlich ziemlich schade, dass in Zeichen der Gloabsisierung der Wert unserer Sprache immer weiter sinkt. Man kann doch auch mit Hilfe der deutschen Sprache tolle Werbeslogans (