Wer mehr über richtige Markenführung, die Macht der Ehrlichkeit und den Grundgedanken von Community Management erfahren möchte, sollte sich unbedingt das Interview mit Simonetta Carbonaro und Christian Votava von Brand Eins zum Thema “Verkaufen” durchlesen. Die Inhalte sprechen sicher nicht nur mir aus der Seele:
Das klassische Marketing hat den Kunden erforscht, herausgefunden, was er will – und dann dafür gesorgt, dass Produkte und Marken genau so werden, wie es der Kunde will. Das nannte man Branding. Die Alternative dazu steckt in dem schönen deutschen Wort Markenführung. Markenführung beginnt bei der Frage, wer ich bin, wofür ich bin – und das zeige ich dann dem Markt, um Kunden anzuziehen, die richtigen Mitarbeiter, Aufmerksamkeit. (…) Ich bin überzeugt, dass Mundpropaganda heute in Zeiten des Internets viel schneller und wirkungsvoller ist als jede noch so teure Marketingstrategie der Konzerne. Das setzt natürlich voraus, dass die Idee, der immaterielle Wert stimmt, dass sie Kraft hat.
Überhaupt ist die Ausgabe 4/2006 der Brand Eins absolut lesens- oder hörenswert!

[...] Die Marke als Antreiber der fortschreitenden Entwicklung des Werbewesens, die Ehrlichkeit und Authentizität in der Markenführung und die Rolle der Marke im Web 2.0, das sind die Themen, die wir in nächster Zeit hier besprechen möchten. Externe Autoren, Interviews und Beiträge aus unserem Team sollen für Diskussion und Dialog sorgen. Ich lade Sie dazu hiermit recht herzlich ein. Stichwortsuche bei Technorati:Hans Domizlaff, Marke, Markenführung, Markentechnik, Web 2.0 Verwandte Artikel: Playboy 1.½ – Kult und Kommerz in der dfv-academyDie Reduktion des RauschensDer kategorische Marken-ImperativV wie VertrauenAus Schweinebauch wird Gammelfleisch!Wo bleibt die Verantwortung für die Marke?Ehrlichkeit, Authentizität und echte MarkenführungMarketing im Web 2.0Markenführung im Web: Keywords statt Slogans?Patrick Breitenbach: Der BeraterOffline für Online gelesen:Prof. Veruschka Götz: “Immer noch hoppeln wir mit unseren motorisierten Kutschen durchs Netz” form follows functionDesign 2.1Deutschlands Top-Ten-Blogger hält Vortrag in Würzburg 2.0Die Werbung und ihr Imageproblem Einen Kommentar schreiben [...]
Paul Kothes, Autor und Gründer der PR-Agentur Pleon Kohtes Klewes, hat in der Wochenendausgabe des Handelsblatt einen passenden Kommentar mit der Überschrift “Einschüchtern gilt nicht” geschrieben. Manager sollten nicht wie beim Hasen und Igel – Märchen jeder kurzatmigen Aktion der Konkurrenz hinterher hecheln, schreibt er. Dass kreatives Aussitzen erfolgreich sein kann, zeigt er am Beispiel Puma. Offenheit und die Fähigkeit über den Tellerand zu schauen, sind bei Puma zentrale Werte der Firmenkultur. So sein Fazit. (Der Erfolg der Marke Puma kommt mE nicht von ungefähr.)
Echt ein geniales Interview!
Ich habe es mir ausgedruckt, um das Wichtigste anstreichen zu können. Und was soll ich sagen? Die Hälfte des Ausdrucks ist zwischenzeitlich gelb!
Den besten Satz fand ich: Wenn alle schreien, dann bekommt der die Aufmerksamkeit, der leise spricht, er selbst ist, tut, was er sagt.
Der Mennsch ist amstärksten ins seiner Authentizität. Ich schreibe gerade über den Grundwert der Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft in meinem Weblog und möchte zum mitlesen einladen. http://vorleser.blog.de/
Herzliche Grüsse
Martin Fickinger