
Mein Interview mit Veruschka Götz, Professorin für Gestaltung an der Hochschule Mannheim:
In der Design-Szene hast Du Dir als Typografin einen Namen gemacht. Mit Deinen letzten Büchern hast Du Dich mit Webdesign und digitaler Typografie beschäftigt. Du bist Professorin für Gestaltung an der Hochschule Mannheim. Wir beide haben mit großem Erfolg das Projekt WhyNot!, die Ausstellung mit abgelehnten Werbekampagnen, konzipiert. Heute werde ich mit Dir über das Thema „Design im Web 2.0“ sprechen.
Dieter Schneider: Web 2.0 ist spätestens nach dem Focus-Titelthema in aller Munde. Es geht dabei um Soziale Netzwerke, sogenannte Communities, um „user generated content“, Wikis, Blogs etc.. Ich habe den Verdacht, dass zwar viel über Technik und Content diskutiert wird, das Thema Design aber eher stiefmütterlich behandelt wird. Welchen aktuellen Stellenwert hat für Dich der Faktor Design im Web 2.0?
Veruschka Götz: Die Andersartigkeit eines neuen Produktes führt immer zu grundsätzlichen Überlegungen bezüglich einer neuen Ausdrucksweise der Form – so sollte es auch sein bei einer Entwicklung von der “analogen” zur “digitalen” Welt und Darstellung dieser Umgebung. Technik verändert die Form und auch die Metaphern: So war das auch schon, als beispielsweise die Technik der Kupferstecher aufkam, die erst die feinen Haarstriche der klassizistischen Antiqua möglich machten und sich so eine neue Art der Schriftform entwickeln konnte, – oder bis hin zu heutigen sprachlichen Veränderungen, was den Schreibstil angeht: Schreibt man mit einem Füller auf einem gut ausgesuchten Papier einen Brief, wird die Sprache anders ausfallen, als wenn ich mich dem “neuen”, schnellen Medium “E-Mail” bediene. Wenn aus einem Produkt durch eine Neuerung ein neues hervorgeht, kann man nicht immer die Gesetze übernehmen, die für das Vorausgegangene bestanden und funktioniert haben! Ein Beispiel, das das Verhältnis von der “analogen” zur “digitalen” Welt gut vergleichen könnte: Anfang des letzten Jahrhunderts spannte man von Kutschen die Pferde ab, ersetzte sie durch einen Motor und nannte das Ergebnis kurz »Auto«. Das neu erfundene Auto hatte noch die Form der traditionellen Kutschen, erst im Laufe der Jahre nahm es eine ihm gemäße und von den Kutschen losgelöste Form an. Was mich immer wieder erstaunt ist, dass sich die “Neuen Medien” noch immer so analog zum Papier verhalten. Ausdrucksweisen aus der Seefahrt (“surfen”, “navigieren” etc.) oder aus dem Buchwesen (Bookmark=Lesezeichen, to browse= schmöckern), Metaphern (ein Briefumschlag im Mailserver als Methapher, um eine E-Mail zu versenden) oder der oft anzutreffende Website-Aufbau in dem man analog zu einem Buch “weiterblättert”, sprechen für sich.
Dieter Schneider: Die »Neuen Medien« sind nun mehr als fünfzehn Jahre alt – Zeit für einen Rückblick: Haben sich medienspezifische Codes, Symbole, Standards und Handlungsweisen entwickelt? Können diese auch im internationalen Kontext verstanden werden?
Veruschka Götz: Bei genauer Betrachtung ist dies erschreckend wenig, immer noch hoppeln wir mit unseren motorisierten Kutschen durchs Netz! Die »Neuen Medien« bieten sehr viel mehr Möglichkeiten, als bisher ausgeschöpft werden! (Und bei dieser Stelle packt mich jedes Mal die Lust am Pioniersein: Hier ist noch so viel möglich!!!) Anfang der 90er Jahre hat es genügt, (irgendwie) im Netz zu sein, jenseits von gestalterischen Ansprüchen. Ende der 90er Jahre war es “State of the Art”, mit einer “Übervisualisierung” ins Netz zu gehen, ohne Flashanimationen ging fast gar nichts mehr – wenn man ernst genommen worden wollte. Im Moment geht der Trend weg von Flashanimationen, hin zu schlichten Auftritten bei denen, weniger die visuelle Sensation im Vordergrund steht, sondern eine inhaltliche Relevanz und eine konnotative Bedeutung! Ähnlich lässt sich in meiner Lehre an der Hochschule Mannheim erkennen, dass Studenten ein neues Interesse für Typografie und Editorial Design entwickeln, was erstaunlich ist für eine Zeit, die so oft als “Zeitalter der zuckenden Bilder” propagiert wurde. Manche Kritiker hatten schon Angst, dass wir bald nur noch Informationen mittels Bilder lesen können und dass die Typografie peu à peu verschwinden wird. Weit gefehlt!
Dieter Schneider: Was findet also Deiner Meinung nach zur Zeit mit dem Web 2.0 statt?
Veruschka Götz: Ein einfaches Prinzip: Trend und Gegentrend. Für das Netz bedeutet dies nun, dass die Visualisierung von Inhalten an eine Grenze gestoßen ist und dass die Inhalte, die lange hinter den visuellen Außergewöhnlichkeiten Platz nehmen mussten, wieder in den Vordergrund kommen. Um es in den Worten von Klaus Wowereit zu sagen: ” … und das ist auch gut so!”
Das Web 2.0, das von allen euphorischen Schreiern als die neue Weltrevolution ausgerufen wird, ist nur eine konsequente Weiterentwicklung vom passiven Konsumenten zum mündigen Nutzer. Überrascht hat die Entwicklung den wachen, seismographisch-sensiblen Surfer nicht wirklich. So ist das eben mit jeder Entwicklung, vergleichbar mit der Entwicklung eines Lebewesens: Ein Kleinkind hört immer wieder seinen Namen, und irgendwann fängt es an, ihn nachzuplappern, bis es dann in der Lage ist eigene Sätze und später dann eigene Kommentare zu formulieren. Anders ist das mit dem Web 2.0 auch nicht. Wir befinden uns hier im Stadium des “eigene-Sätze- Formulierens”. Die Schlichtheit der Darstellung von Web 2.0 bezogen auf das Design lässt auf die Anstrengung schließen, die das Formulieren der Sätze mit sich bringt. Oder – was ich mir erhoffe – es handelt sich (wie schon oben erwähnt) um eine Abkehr der Visualisierung (man kann auch nicht jeden Tag 3 kg Mohrenköpfe essen: irgendwann reicht es!), und diese Abkehr ist nur eine Ruhe vor dem Sturm, der mit neu zusammengesetzten Parametern losjagen wird. Dazu wird nicht nur die Einbindung von Parametern wie Sound, Dramaturgie, “mitgelieferten” Schriften, Raumstaben, eine liquide Benutzerführung, der Navigation, neue Wege des Suchens und Findens, individuelle Nutzerprofile und content management von Wichtigkeit sein, sondern auch eine neue Technik, die dies ermöglicht! Und darauf freue ich mich schon sehr!
Charmant bei den meisten Blog-Darstellungen ist die Analogie zum Buch: weiße Lesehintergründe, obwohl ganz klar ist, dass weiß/schwarz den größten Kontrast auf dem Bildschirm bietet, das auch noch mehr als beim Buch, weil hier die Strahlung des Kontrastes durch das Licht des Bildschirms unterstützt wird. Die Schriftdarstellung ist im Vergleich zum Buch der Alptraum eines jeden Typographen: schöne Schriftschnitte, vergewaltigt durch die schlechte Auflösung, uneditierbar und die Bevormundung durch Systemschriften. Die Darstellung der Blogs ist eine Art, die sehr an die Anfänge des Internets erinnert. Fasst man nun diesen Trend als eine Art “Perfect Past” auf, also eine “perfekte Vergangenheit”, in der es noch um die Darstellung von Inhalten und nicht so sehr um ästhetischen Kapriolen ging, kann man dann diesen Trend als ein Anzeichen von einem Wertewandel sehen? Es ist bekannt, dass Trends Indikatoren für gesellschaftlichen Wandel sind und dass im Speziellen die Sehnsucht nach der Vergangenheit immer einher geht mit gesellschaftlichen Umbrüchen und/oder technologischern Innovationen, die erst mal begriffen werden müssen. Die Frage, die bleibt: wohin wandeln wir uns also?
Dieter Schneider: Ja, wo hoppeln wir mit unseren motorisierten Kutschen hin, im Web 2.0?
Veruschka Götz: Das Web 2.0 ist ein gutes Tool, um sich auszutauschen, als Meinungsvertreter teilzuhaben, doch zeigt sich, dass so manche hochgelobte Pionierarbeit verkannt wurde oder später sogar in Vergessenheit gerät: man muss sich nur an das 1966 (!) veröffentlichte Computerprogramm “Eliza” zur Verarbeitung von Sprache von Joseph Weizenbaum erinnern, das heute zwar noch als Vorbild zu den Chatbots gilt, sonst aber in Vergessenheit geriet, bis auf ein paar Eingeweihte, die “Eliza” als Kult feiern. “Eliza” war eine computergenerierte Psychologin, die sich mit ihren Patienten rein virtuell in simulierten Gesprächen auseinandersetzte. Was damals als Pionierarbeit in der Forschung mit “künstlicher Intelligenz” galt, das soviel Potential einer Weiterentwicklung in sich barg, hat in der Relation der Aufmerksamkeit von damals nur wenig angezettelt.
Vielleicht geht es dem Web 2.0 auch so, dass es bald ein Web 3.0 geben wird und die gutgemeinten Ansätze des sogenannten “demokratischen Netzes” in Vergessenheit geraten. Denn zur Demokratie gehört Wissen und Bildung, eine gewisse Art von Verhaltens- und auch Moralknigge, eine Fähigkeit Wichtiges von Unwichtigem herauszufiltern, die Fähigkeit Wichtiges zu suchen und auch zu finden, sprachliche Kompetenz und natürlich eine fundierte Meinung! Eine Horrorvision wäre, würde jeder und wirklich jeder bloggen und Artikel für Wikipedia verfassen wollen – dann ginge das auf Kosten der Qualität, die in der Fülle von unrelevanten Meinungen untergeht. Das Web 2.0 funktioniert deshalb so gut, weil es noch als ein Medium einer eingeschworenen Gruppe angesehen und gebraucht wird – also doch eine noch recht elitäre Angelegenheit. Das Web 2.0 wird im Idealfall von engagierten, wissensdurstigen und meinungsbildenden Menschen genutzt. Im Idealfall. Ein weiteres Motiv für die Nutzung des Web 2.0 wären Menschen, die ein ausgesprochenes Geltungsbedürfnis haben, ganz nach Warhols Gesetz “Jeder Mensch kann für 10 Sekunden berühmt werden.” Oder die, die sozial vereinsamt sind und sich so mit Unbekannten im Netz treffen. Bei beiden letzten Gruppen wird das Anliegen von Web 2.0 verfehlt. Nimmt der Anteil dieser Teilnehmer überhand, werden wir im schlimmsten Fall eine Art “Gedankenpolizei” brauchen, die Non-Sense von Opinion-Leadern abgrenzt, und dann – macht sich Web 2.0 selbst überflüssig!
Dieter Schneider: Wie sieht der Weg in diese Zukunft aus Deiner Sicht aus, und kannst Du uns Beispiele für die ersten Schritte nennen?
Veruschka Götz: Alles wird noch mobiler, kleiner und flexibler.
Je flexibler alles wird, umso mehr sehnt sich der Mensch nach Verbindlichkeiten und Inhalten. Das würde auch den Zulauf, den das Web 2.0 erfährt, erklären. Der Trendforscher Horst Opaschowski hat das ähnlich formuliert: “Befindet sich die Spaß-Gesellschaft und die gewinnorientierte Start-Up-Generation angesichts von Terrorgefahr und größerem Sicherheitsbedürfnis auf dem absteigenden Ast? Ist die Kritikfähigkeit als hoher Wert der 68er-Generation zu Gunsten von sozialen Kompetenzen, Manieren und neuer Disziplin abgelöst worden?”
Eine Weiterentwicklung wäre, die (schon von Otl Aicher gepredigte) Suche nach der bestmöglichen Abbildung von (gut durchdachten!) Inhalten, die bildliche Form der Sprache – sei es in Form von Bild, Sound, Farben, Form, Interaktion, Navigation, Dramaturgie oder Typografie – mediengerecht aufzubereiten. Dafür müssen wir den Gedanken an das Buch und die “analoge” Welt weglassen und uns auf völlig neue Wege begeben, die den Vor- und Nachteilen des Mediums Internet und auch des Bildschirms gerecht werden. Einige Pioniere haben dazu bereits Experimente gemacht, die aber noch nicht zur konkreten Anwendung gekommen sind. Vielleicht lassen sich diese Experimente in zukünftigen Zusammenhängen, beispielsweise bei der Navigation, anwenden!
Hier sind sie zu besichtigen:
www.uncontrol.com
www.yugop.com (lange, lange laden lassen! besonders interessant: das Archiv) … und angewandtere Beispiele, die alle eine kleine Besonderheit bergen:
www.sinnzeug.de (suchen nach dem Prinzip “mind-mapping”) oder auch:
www.visualthesaurus.com
und www.theyrule.net (Verbindungen in Firmen: “Who is who”) oder:
www.relevare.com
www.vectorize.de
www.52nord.de
www.webbrain.com
Interessant ist mitunter auch, was bereits an den Hochschulen experimentiert wird:
www.farbe-form.net/ (die Adresse von meinem Diplomanden Bert Bräutigam, der durch konzeptionelle Einfachheit in der Webgestaltung immer wieder wohltuend auffällt!)
www.dontclick.it (von der Uni Essen: der Versuch sich von der Gewohnheit des “Clickens” zu lösen)
Dieter Schneider: Oft wird beim Corporate Design vom Print, bzw. Druckschriften, her gestaltet. Die Online-Kommunikation nimmt aber immer mehr zu. Sollte das Thema visuelle Identität nicht gleichermaßen auch von Online her gedacht werden?
Veruschka Götz: Wird das nicht schon gemacht? Audi beispielsweise hat für den Web- und Printgebrauch eigens eine Schrift, aufbauend auf der Univers entwickelt, die “Audi-Sans”. Condensed- und Thin-Schnitte wurden aufgrund der besseren Darstellung im Netz vermieden. “Vorsprung durch Technik” ist hier auch in gestalterischen Dingen wörtlich genommen worden: das macht Audi aus und sie sind sicherlich Pioniere.
Es stimmt, dass das Gros anderer Firmen sich hierzu anders verhält – weil sie entweder noch nicht so weit sind – oder den Drucksachen den Vorzug geben: so mancher Vorteil der Drucksachen ist ja auch nicht abzuweisen! Und etwas Schönes mitzunehmen und die Sinnlichkeit der Haptik kann ja auch berauschend sein!
Dieter Schneider: Du kennst unsere WhiteLabel Aktion. Dabei haben wir zeitlich befristet auf alle bisherigen Gestaltungselemente verzichtet und ein maximal reduziertes Erscheinungsbild geschaffen. Nachdem diese Aktion ja zu erheblichen Diskussionen geführt hat, würde mich Deine Meinung dazu interessieren.
Veruschka Götz: Nicht “nicht gestalten” gibt es nicht. Daher sehe ich Eure Website als eine klare Aussage von Menschen, die weitblickend sind und erst mal ihre Prioritäten auf die Grundfrage zurückführen: “Wer sind wir?”
Dieter Schneider: Welche Buch-Projekte hast Du in der Pipeline?
Veruschka Götz: Ein Projekt was ganz weit in die Vergangenheit reicht…! Ich habe gerade ein Buch geschrieben, das die Herkunft eines jeden Buchstabens erklärt und auch warum wir eigentlich zwei Formen von jedem Buchstaben haben, z. B. “a” und “A”. Erstaunlich ist ja, dass wir täglich mit den Staben umgehen, keiner aber weiß warum sich diese oder jene Form so entwickelt hat und warum es eigentlich eine Groß- und Kleinschreibung gibt. So dann: dass einem keiner mehr ein “x” für ein “u” vormacht!
Ein weiteres beschäftigt sich mit “Metaphern im Netz” und ein noch ganz anderes mit der “Semantik von Schrifttypen”…. Ein ganz anderes Projekt, das mich seit einiger Zeit sehr beschäftigt hat nichts mit Büchern zu tun, sondern mit Buchstaben, die sich liquide, dramaturgisch spannend und erklärend im Raum aufhalten. Raumstaben sozusagen: richtige Freunde sind das geworden! (Von wegen: die unerschütterliche Richtigkeit des “Schwarzen auf Weißem!”)
Dieter Schneider: Was gibst Du als Professorin den jungen talentierten Designern mit auf den Berufsweg?
Veruschka Götz: Einer meiner Lieblingssätze ist ein Filmtitel von Alexander Kluge: “In Gefahr und größter Not, bringt der Mittelweg den Tod”. Ich hoffe meine Studenten so motivieren zu können, dass sich auf einer guten Grundlagenbasis aufbauend mit wachen Verstand und kühnem Auge den zukünftigen Problemstellungen eines Gestalters stellen können. Mit dem Mittelweg erreicht man heute gar nichts mehr! Ohne Leidenschaft und einem tief sitzenden Spleen auch nicht: man muss als Energiediagram “morgens tanken und abends schwanken”! (Das bezieht sich auf Ideen und nicht auf Spirituosen!!!)
Für Gestalter gehört nicht nur ein weitreichendes gestalterisches Repertoire und die Geschmeidigkeit im Umgang mit den sogenannten “Gestaltungsmitteln” dazu, sondern neben dem technischen Know-how auch die Fähigkeit gesellschaftliche Wünsche und Nöte zu erkennen und über Gestaltung reden zu können. Dazu braucht man ein Gehirn, das konzeptionell auch mal um die Ecke denken kann!
An der Hochschule in Mannheim sind wir ein junges und sehr engagiertes Team von Professoren, die die Neugier, das Talent und diese konzeptionelle Andersartigkeit von den Studenten herauskitzeln! Das wird – mit einer soliden technischen Ausbildung (wir haben zwei brandneue Computerpools) und einem sehr breit gefächerten Studienangebot von Print bis Film – möglich, da wir auf persönliche Betreuung sehr viel Wert legen und unser Gegenüber mit samt seinen Engagements sehr gut kennen.
Dieter Schneider: Wie heißt Deine Lieblingstypo? Ist diese webtauglich?
Veruschka Götz: Ich nehme an es handelt sich bei der Frage nach Lateinischen Schriften? Denn am webtauglichsten würde ich die koreanische Schrift bezeichnen! Unter den Lateinischen Schriften eignen sich als Klassifizierung die Serifenbetonten Linearantiquas sehr gut: sie sind robust und können gut den Restriktionen des Bildschirms standhalten!
Mein Favorit ist die Neue Helvetica, das gute Gebrauchspferd, das von Unsensiblen fälschlicherweise als “Schrift für Einfallslose” bezeichnet wird! Nein: sie ist in den Proportionen wunderschön und für den Bildschirmgebrauch robust genug – besonders dann wenn sie in fetteren Schriftschnitten verwendet wird! Das Prinzip der Einfachheit und Wirksamkeit von fetteren Groteskschriftschnitten ist zu überprüfen bei: http://www.thedesignersrepublic.com/
Dieter Schneider: Vielen herzlichen Dank, liebe Veruschka, für dieses Interview. Wie Du mir angeboten hast, stehst Du auf buenalog gerne auch für die Diskussion zur Verfügung. Wir beide freuen uns auf Kommentare.


[...] Auf dem Buenalog gibt es ein Interview mit Prof. Veruschka Götz (Hochschule für Gestaltung in Mannheim) zum Thema “Design im Web 2.0″. Auf alle Fälle interessant und lesenswert. Übrigens steht Prof. Veruschka Götz auch für eine Diskussion in den Kommentaren im Buenalog zur Verfügung. [...]
[...] Es gibt in dem Interview noch viele wirklich gute Betrachtungen. Ich kann es jedem nur wärmstens empfehlen. Also ab aufs Buenalog und das Interview komplett lesen. Tags:Interviews Web 2.0 [...]
[...] Ein Interview mit Prof. Veruschka Götz zum Thema Web: “Immer noch hoppeln wir mit unseren motorisierten Kutschen durchs Netz” – ich stimme nicht ganz mit ihr überein, dennoch ein sehr interessanter Artikel. Und mit einem Kommentar von Erik Spiekermann. Eine Ehre, sozusagen. Den Artikel gibt’s im Buenalog. [...]
[...] Prof. Veruschka Götz: “Immer noch hoppeln wir mit unseren motorisierten Kutschen durchs Netz” (tags: DTP_Schrift Typographie Web2.0) [...]
[...] Dieses Foto wurde vom Bayerischen Journalisten Verband in der Kategorie Sport zum besten Pressefoto des Jahres 2006 gewählt. Das ist deshalb interessant, weil das Foto erstens während der Vernissage unserer Ausstellung von abgelehnten Werbekampagnen “WhyNot!” geschossen wurde und zweitens die ansehnlichen Beine einer bekannten Design-Professorin gehören, die hier vor einiger Zeit durch den Blog gehoppelt ist. Die Fotografin und Preisträgerin ist übrigens Theresa Ruppert von der MAIN-POST. Stichworte:Fotografie Journalisten Verband Sport Veruschka Götz WhyNot! Verwandte Artikel:German Entertainment and Media Outlook: 2006Leistung, Fairplay, MiteinanderBuenalog Podcast #2: Marketing im Web 2.0 – Podiumsdiskussion Einen Kommentar schreiben [...]
[...] Im Weblog der Marketing-Agentur Buena la Vista reflektiert Veruschka Götz, Professorin für Gestaltung an der Hochschule Mannheim, über: Papier-Denke in den neuen Medien, Übervisualisierung, typografische Herausforderungen, die Audi-Schrift, Metaphern im Netz und experimentelle Navigationen (mit wertoller Link-Liste). Im Original lesen … (Abbildungen: Buenalog) [...]
[...] Zukunft Text Word of Mouth Werbewirkung Deutschland White Label Sport podcast internet Blogger Über den Ort, an dem sich Worte zu Sätzen und Texten fügen Dieter Schneider am 5.09.2007 Gastbeitrag von Prof. VeruschkaGötz [...]
[...] des Publikums. Hier auf buenalog hat Sie sich bereits mit Ihrem Interview verewigt. Das Thema: “Immer noch hoppeln wir mit unseren motorisierten Kutschen durchs Netz” Frau Götz ersetzt Prof. Dr. Wieland Weiss im Aufsichtsrat der Agentur. Neben dem ehemaligen [...]
Welche Forschungsprojekte gibt es denn zu diesem Thema an der FH Mannheim?
Interesting! Was genau ist denn ein Raumstabe?
Noch interessanter finde ich die Frage, warum, wenn alles so bildbetont
ist, noch keiner eine Suchmaschine für Bilder entwickelt hat? Zu
komplex? Oder gibt’s die? Ohne sprachliche Begriffe meine ich, du musst
ja immer wissen, wie es oder der Mensch heißt wenn du es oder ihn
suchst. Man kann ja nicht das große runde Ding, oder diesen Typen mit
der Brille, der so viele Bücher geschrieben hat, bei Google suchen.
Sehr gut das Gespräch!
@jana t.: Tatäschlich wird an einer solchen visuellen Suche hart gearbeitet. Zufällig durfte ich die Beraterin dieses Projektes http://www.riya.com/ kennenlernen. Das ist wirklich zukunftsträchtig und enorm spannend.
Hier die Roadmap des Entwicklers: http://munjal.typepad.com/reco.....admap.html
@ Geraldo: Danke für das Lob! Könnten wir das Gespräch in meinem Lieblingscafé in Berlin, Unter den Linden, fortsetzen. Ich glaube es heißt Café Einstein. (Der Käsekuchen ist spitze!)
Ich finde das Interview sehr interessant – schade, schade, dass du Mohrenköpfe gesagt hast – denk mal würdest Du Judenköpfe sagen – würdest Du sicher nicht… herzlich Esther
Ich möchte ja wirklich gerne, endlich so eine webseite.
Du kannst da auch gerne mal experimentiren, vielleicht etwas, das du immer schon mal ausprobieren wolltest. Wie angenehm, dass der Bildertrend abnimmt. Wahrscheinlich ist die Webseite der Zukunft ein echt gehaltvoller geschmackvoller kleiner Flächenfilm!
Und: Sehr schönes Interview! Ich habe es inzwischen
voll und ganz gelesen: Inhaltlich sehr interessant &
fundiert – Respekt!
Deshalb: Sehr fein und mehr davon!!
@jana: dan guck dir mal retrievr an.
html geht nicht, also per Hand:
http://www.fontshop.de/newsfee.....4d0-7.html
… Schade für uns! Und glückliches Mannheim. Wir hätten auch gerne so wache Professoren
bei uns an der Hochschule. Vielleicht pilgern wir mal dahin. Hübsch ist Frau Prof. Götz ja
auch noch!
@martin
am besten auf der website mal nachsehen:
hier gibt es einen überblick über die projkete.
http://www.gestaltung.hs-mannh.....e_seite/1/
….und mit interesse gelesen! rh
Wer Veruschka mal Life sehen, bzw. mit Ihr einen Schoppen trinken möchte, ist herzlich gerne zu unserer Veranstaltung am 16.11.06 in Würzburg eingeladen: “Marketing im Web 2.0″. Einzelheiten siehe oben-rechts.
Die Verlinkung auf http://www.farbe-form.net verweist
woandershin. Kann man das korrigieren bitte?
Wäre doch schade darum.
@Bert Bräutigam: Danke für den Hinweis, ich habe den Link korrigiert.
hmm also die designrepublikaner als referenz anzuführen, wo diese ihre seite seit jahren nicht geändert haben, finde ich ehrlich ein wenig fad …
ich denke, da gibt es bessere beispiele.
ich meine auch, dass man den wenigsten firmen klar machen kann, das eine möglichste experimentelle navi besonders sinnvoll ist. man stelle sich die aldi-seite mal mit sowas vor und oma erna soll die besuchen … das könnte etwas beschwerlich sein.
Über Webdesign ist reden ist ja ganz nett, aber wer denkt denn an Browser, Mäuse und Tastaturen, wenn er an die Zukunft des Internet denkt? Ich denke an intelligente Räume, die mit mir in jeder Wahrnehmungsqualität kommunizieren. Ich denke an ubiquitous computing environments. Designer werden – was das angeht – immer meilenweit hinterherhinken, wenn sie nur innerhalb ihrer gewohnten Denkweisen verweilen. Zukunft wird woanders “gemacht” (z.B. wii.com, secondlife) nicht zwischen den body-tags im Browser. Der Browser wird weiterhin seine Funktion haben, und immer aussehen, wie verlinkter Text (watt Wunder, dafür wurde HTML und Browser ja schließlich auch gemacht). Webdesign ist doch bloß die Möbelpflege, mit der man die motorisierten Kutschen pflegt.
Ach ja, einen Hinweis auf die Projekte von Jonathan Harris habe ich auch vermisst.
@thomas: Oma Erna wird in Zukunft eine Küche haben, die auf Grund ihrer Essgewohnheiten eine Einkaufsliste erstellt, mit der sie zum Aldi geht und die Ware in den Einkaufswagen lädt und nach Hause geht (dank RFID). Der Betrag wird automatisch vom Konto abgebucht.
@Martin: danke für den visionären Kommentar. Zu seconlife findest Du übrigens auf dem nächsten Beitrag einen Beitrag von Patrick. Wie ist Deiner Meinung nach der Zeithorizont? Bis wann wird Dein Szenario durchgesetzt haben?
@martin: okay. da gehe ich mit. sowas kommt ja immer mal wieder im tv, solche szenarien, das schlimme ist nur, die denken 30 oder 50 jahre weiter und ahhhhh, immer noch eine windoof-oberfläche. DA bekomme ich angst! :-)
Audi beispielsweise hat für den Web- und Printgebrauch eigens eine Schrift, aufbauend auf der Univers entwickelt
Kleiner irrtum hier: nicht Audi hat diese schrift entwickelt, sondern wir waren das bei MetaDesign damals, 1995. Lucas de Groot und ich. Und die Audi Sans wurde nicht fürs web entwickelt, sondern lediglich für print. Einfach konstruierte groteskschriften sind nun einmal besser geeignet für low-res als komplexe serifenschriften. Und etwas breitere schriften haben bessere innenräume und sind daher besser lesbar auf dem bildschirm, siehe Verdana. Aber sie brauchen mehr platz, der im web unbeschränkt zur verfügung steht.
Ansonsten ist die Audi Sans wirklich nur eine Univers, die zurück an die wurzeln des ersten entwurfes von 1957 für den bleisatz geht. Also zuviel des lobes.
Und fette schriften sind eine katastrophe, in jedem medium. Die website von designers republic ist ein beispiel für eindrucksvolle dekoration, aber nicht für lesbarkeit. Das ist wirklich style ober substance.
@Dieter: Auf Patricks Beitrag freue ich mich schon. Secondlife geht ja endlich in die dritte Dimension (@thomas: und Windows denkt mit “Vienna” auch in die Richtung). Zeitrahmen? Das alles (ubiquitous computing, RFID, Nanotechnologie) wird doch schon in Forschungsprojekten entwickelt und in Pilotprojekten umgesetzt. Vielleicht wird das nie umgesetzt werden, vielleicht schon morgen. Da kann man die Zahl x setzten und liegt immer richtig.
@erik spiekermann: Herzlichen Dank für Ihren Kommentar und Ihren Besuch auf buenalog. Ich war schon als junger Student Ihr Fan: Die kleine rote Fibel über Typografie habe ich inhaliert. Gibts die eigentlich noch? (… mit Widmung?). O.k. ich werde sentimental, sorry. Jedenfalls sind wir ein wenig stolz, dass Sie uns besuchen.
@Martin: Der erste Beitrag zu Second Life steht ja schon unter diesem hier. Ist aber eher eine grobe Einführung und zeigt auf, welche Marken bisher in SL auftreten. Übrigens werde ich heute Abend um 19 Uhr live den Werbeblogger-Podcast in Second Life senden. Dort haben Besucher die Chance virtuell und interaktiv mit Fragen daran teilzunehmen. Wer SL schon hat, einfach nach “Corecon” suchen und teilnehmen.
@erik:
vor jahren habe ich einen herrn (name ist bekannt…) von meta zur audi-sans
interviewt, der sehr euphorisch in dem von mir beschriebenen sinne über die
entstehungsgeschichte der schrift berichtete. vielleicht war da zu viel euphorie!
eigentlich sehr sympathisch wenn menschen sich so einsetzen – auch wenn das
dann leider zu irritationen führt.
@Patrick: Danke für den Hinweis, vielleicht schaffe ich es.
Die Gegenwart verlangt nach mehr Semantik als nach mehr Ästhetik. Inhalte zählen, aber nicht deren Vermittlung oder Darstellung. Der Gestalter wandelt im Schatten der puristischen Selbstgefälligkeit. Was zählt, ist die Elite der Marktschreier, sozial nur unter Ihresgleichen.
@martin: ich hoffe sehr, das wir in 20 oder 30 jahren nicht mehr in kategorien wie microsoft oder apple denken müssen. es wäre denke ich besser für alle, die das »zeuch« dann nutzen wollen bzw. dann müssen und dann sollte es zur abwechslung wirklich benutzbar sein und nicht den output von marken-denken darstellen. aber das führt vom thema weg :-)
Sehr interessante Gedanken, die in dem Interview geäußert werden. Aber an der ein oder anderen Stelle hätte ich mir gewünscht, der Fragensteller hätte mal nachgehakt und den Theorien der Gedankenäußerin etwas mehr auf den Zahn gefühlt.
Ich hatte mitunter den Eindruck die Fragen standen alle schon vorher fest und wurden nur der Reihe nach abgehandelt!?
Nichtsdestotrotz (schreibt man das zusammen?) sehr anregend (im gedanklichen Sinne) zu lesen.
Danke für das Gespräch!
@Paule: Danke für das Lob. Ein Weblog bietet jedem Leser die Chance mit einem Kommentar “nachzuhaken”. Veruschka Götz hat mir zugesagt, gerne für vertiefende Fragen zur Verfügung zu stehen. Wir freuen uns auf Deine “Zahnbehandlung”!
@paule
… zum zahnarzt gehe ich zwar nicht so gerne:
aber zu einem gespräch in würzburg am 16. november
stehe ich mit neugierde bereit!
Vielen Dank erst einmal für das wirklich interessante Interview.
Leider finde ich den Vergleich zum Wandel von Kutsche zu Auto nicht so gelungen.
„Das neu erfundene Auto hatte noch die Form der traditionellen Kutschen, erst im Laufe der Jahre nahm es eine ihm gemäße und von den Kutschen losgelöste Form an“
Im Endeffekt sind selbst nach über hundert Jahren Entwicklung Autos immernoch nichts anderes als Kutschen. Weiterhin sind es zwei Achsen und vier Räder die uns fortbewegen. Das Bedienkonzept ist weiterhin fest über ein Lenkrad und Pedale definiert. Sicherlich konnte die technische Entwicklung die Innenraumkonzepte verfeinern, aber neue Erfindungen suche ich da vergeblich.
Einige wenige Mutationen, mit zwei oder drei Rädern konnten sich eine Nische sichern, gerade das lässt sich sehr gut auf das Internet übertragen. Tolle experimentelle Navigationen gibt es immer wieder, aber werden diese dadurch tauglich für eine Allgemeinheit?
Einige der aufgeführten Links fand ich sehr interessant, vermisst habe ich aber z.B. einen Link auf amazon.com, die schon vor Jahren ein neues Konzept entwickelt haben Inhalte zu präsentieren. Durch intelligente Webanwendungen können Profile der Nutzer die relevanten Inhalte strukturieren und filtern. Meiner Meinung nach eine wunderbare neue Möglichkeit.
Endlich! Wenn viele so denken würden, könnte es doch mit Deutschland
bergauf gehen! Mehr von solchen Sätzen und Gedanken!
Das wichtigste aber bleibt: Man muss auch den Mut haben die kühnen
Gedanken umzusetzen. Satteln wir auf!
Ihren beitrag finde ich in der heutigen
deutschen, gesellschaftlichen
Denkweise angebracht und anregend.
Weietr so !
Gruss
Ludwig
Gute interview. Grüße! Martin
hello,
i would like to contact Prof. v-Veruschka Götz.
I’m a graphic design teacher and we met eachother in Belgium at the seminar a few days ago.
Is it posible to send this message to her so she can contact me?
regards
joris de blieck
hi joris//
please call buena la vista 0049.931.666330:
they will give you my address!
Nielson/NetRatings has issued a study showing that the top 10 social networking sites saw traffic grow 47% over the last year, with MySpace seeing the biggest growth (367% increase) and MSN Spaces (286%) seeing the biggest growth. Hosted blogging systems were included in the study.
One thing to note about those numbers is that while Classmates had one of the lowest positive growth rates at 10%, they spend loads on advertising while MySpace, Youtube, and Facebook haven’t spent a penny.
If I recall correctly, a couple years ago Classmates.com was one of the 10 largest spenders on online advertising.
There are plenty of new social networking sites poping up but what get’s me why can’t myspace there instant messenger working. $580 mill and can’t afford to fix instant messenger BAD myspace.
There are so many better ones how about http://cubiclelife.net for example has all the features of myspace plus quizzes, polls, webchat with audio and video oh and hey they have instant messenger. You have a long way to go myspace.
[IMG]http://seekingalpha.com/wp-content/seekingalpha/images/socialnetapr06.jpg[/IMG]
Ein interessantes Interview und ich hätte gerne auch die Beispiele angeschaut, aber trotz
“Im Moment geht der Trend weg von Flashanimationen, hin zu schlichten Auftritten bei denen, weniger die visuelle Sensation im Vordergrund steht, sondern eine inhaltliche Relevanz und eine konnotative Bedeutung!”
erfordern die meisten dieser Links den Flash-Player …
Schade.
Für mich Beispiele dafür wie man es auf jeden Fall nicht macht.
wow !!
its very interesting point of view.
Nice post.
realy good post
thx :-)
Ganz ohne schnörkel und passt zum Topic ^^
http://i8t.de/qg2otsee
*lach twinsearcher hat das potenzial zum hype mal gespannt wann es kommerzialisiert wird ;)
Hallo , ich denken auch dass dass Web 2.0 ein gutes Tool zur meinungsäusserung ist, aber man findet sehr viel unqualifizierten Quatsch. mm
Schöner Beitrag. Und schöne Anlehnung an Watzlawick :) “Man kann nicht nicht gestalten …”